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Marburg 38 Millionen Euro zusätzlich für Marburg
Marburg 38 Millionen Euro zusätzlich für Marburg
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17:19 20.08.2018
Die Stadt Marburg nimmt 2018 mehr Gewerbesteuer ein als kalkuliert.  Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Wie die Stadt am Montag mitteilte, habe Mitte vergangener Woche OB und Kämmerer Dr. Thomas Spies vom Rekordgewinn des weltweit tätigen Pharmaunternehmens erfahren, die zur Millionen-Nachzahlung in Marburg führt. Am Montag hat er den Magistrat darüber informiert.

Zu der CSL-Behring-Einmalzahlung (30,8 Millionen) sowie erhöhten Vorauszahlungen für dieses Jahr (3,6 Millionen) kommen weitere 3,5 Millionen Euro mehr im Gesamttopf aller Gewerbesteuerzahler. Macht in der Summe 37,9 Millionen Euro, die der städtische Haushalt 2018 auf der Ertragsseite zusätzlich verbuchen kann. Er wächst damit von bislang 256 auf 294 Millionen Euro an. 

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Einen Nachtragshaushalt soll es nicht geben.

Grob überschlagen geht es  um einen Betrag von rund zehn Millionen Euro, die der Stadt von dem Gewerbesteuerplus 2018 übrigbleiben werden – nach Abzug von 9,3 Millionen Euro zusätzlicher Gewerbesteuer- und Kreisumlage noch in diesem Jahr, nach Abzug weiterer gut 18 Millionen Euro Kürzung der Schlüsselzuweisungen durch das Land für 2019/2020 und nach Abzug einer extra Solidaritätsumlage von 0,6 Millionen für den Kommunalen Finanzausgleich, die Wiesbaden dem steuerstarken Marburg voraussichtlich abverlangen wird.

Gleichwohl sollen die Marburger auch ganz direkt und kurzfristig davon profitieren. Spies kündigte noch für diesen Monat einen Vorschlag für eine Nahverkehrsoffensive an, von der die Bürgerinnen und Bürger insbesondere in der Vorweihnachtszeit einen Nutzen haben sollen.

Einer der Kernpunkte der Nahverkehrsoffensive soll außerdem ein kostenloser Shuttleverkehr zwischen dem Park-&-Ride-Parkplatz im Norden (Messeplatz) durch die Innenstadt zum Park-&-Ride-Parkplatz im Süden (Stadtwerke, Am Krekel) an Samstagen werden.