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Marburg Gesundheitszentrum startet Ärztehaus-Projekt
Marburg Gesundheitszentrum startet Ärztehaus-Projekt
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21:00 04.12.2020
Spatenstich für das Ärztehaus 2.0 des Gesundheitszentrums Marburg, das Am Krekel 45 entstehen soll. Quelle: Foto: Manfred Hitzeroth
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Marburg

Im von Happel gegründeten GZM Am Krekel 49/50 gibt es schon bisher durch die Vernetzung von Ärzten, Therapiezentrum und Fitnessstudio ein Zentrum zur Vorbeugung, Diagnostik, Behandlung und Beratung.

Am Dienstag war nun der offizielle Spatenstich für das „Ärztehaus 2.0“, ein weiterführendes Projekt der Familie Happel. Am Krekel 45, am Standort des früheren Auktionshauses, soll in unmittelbarer Nähe des Gesundheitszentrums bis Frühjahr 2022 ein „multifunktionales und fachübergreifendes Medizin-Netzwerk von Gesundheitsdienstleistern“ entstehen, wie es in der Pressemitteilung des Gesundheitszentrums heißt. Geplant ist ein viergeschossiges Gebäude mit Praxisflächen zwischen 100 und 600 Quadratmetern. „Höchste bauliche Ansprüche, neueste energetische Erkenntnisse und beste Hygiene- und Lüftungsstandards“ sollen umgesetzt werden, betont Happel.

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Bereits in der frühen Planungsphase hätten sich renommierte Marburger Praxen dafür entschieden, am neuen Standort tätig zu werden.

Integriert werden soll auch ein ambulantes Operationszentrum. Dort sollen auf einer Fläche von 500 Quadratmetern nach der Fertigstellung des Ärztehauses unter anderem ambulante Operationen in der Hand- und Fußchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und HNO-Chirurgie sowie sporttraumatalogisch-arthro-skopische Eingriffe erfolgen. Unterstützt werden soll das Operationszentrum von Professoren der Universität sowie erfahrenen Operateuren.

Damit soll dazu beigetragen werden, die Lücke zwischen klinischer und ambulanter Versorgung von Patienten im Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Region zu schließen. „So etwas gab es schon früher in der DDR“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) in einem Grußwort beim Spatenstich an der künftigen Baustelle.

In den dortigen Polikliniken sei es bereits das erfolgreiche Konzept gewesen, dass ambulante Medizin von niedergelassenen Spezialisten aller Fachrichtungen unter einem Dach praktiziert worden sei. Der jetzige Plan für ein Ärztehaus 2.0 sei auch ein weiterer Beitrag dafür, Marburg als ein Zentrum der Gesundheitsversorgung zu profilieren.

Auch Landrätin Kirsten Fründt (SPD) bezeichnete das neue Projekt als einen „Schritt nach vorne“. Denn es gebe nicht nur Ärztemangel auf dem Land, sondern auch die ärztliche Versorgung in einer Stadt wie Marburg könne immer noch optimiert werden.

Von Manfred Hitzeroth