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Marburg 102 Neuinfektionen
Marburg 102 Neuinfektionen
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09:41 18.04.2021
Ein Frau lässt sich impfen. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
Ein Frau lässt sich impfen. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa Quelle: Fredrik von Erichsen/dpa
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Marburg

Die Gesamtzahl der seit März 2020 bestätigten Corona-Infektionen liegt aktuell bei 9.120. Die Kreispressestelle teilt am späten Freitagnachmittag (16. April) darüber hinaus mit, dass derzeit 22 Betroffene stationär im Krankenhaus behandelt (+/- 0) werden. Davon benötigen weiterhin acht Personen eine intensivmedizinische Betreuung. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion beträgt weiter 251.

Das Gesundheitsamt und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte betreuen aktuell 986 aktive Fälle (+9). Die Zahl der Genesenen ist um 95 auf 7.883 Fälle gestiegen. Das Gesundheitsamt hat innerhalb der vergangenen sieben Tage insgesamt 545 neue Corona-Fälle registriert. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf weist daher derzeit eine Inzidenz von 221,1 auf (- 0,4). Die Inzidenz errechnet sich aus der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Marburg-Biedenkopf befindet sich damit in der fünften von insgesamt fünf Stufen des Eskalationskonzepts der Landesregierung zur Eindämmung des Corona-Virus.

Insgesamt 38.340 Personen wurden inzwischen im Impfzentrum des Landkreises Marburg-Biedenkopf gegen Covid-19 geimpft. Dies entspricht einer Impfquote bei den Erstimpfungen von 15,59 Prozent. Davon haben 14.359 Personen bereits die notwendige Erst- und Zweitimpfung erhalten. Dies entspricht einer Impfquote bei den vollständig geimpften Personen von 5,84 Prozent.


  • Im Rahmen von Qualitätsprüfungen und Datenaktualisierungen des Gesundheitsamtes kann es vorkommen, dass bereits übermittelte Fälle im Nachhinein aktualisiert und korrigiert werden. Dadurch kann es zu Abweichungen bei der Differenz der im Vergleich zum Vortag gemeldeten Fälle kommen.

Eigeschränkte Aufenthalte im öffentlichen Raum 

Der Kreis hat die neue, ab kommenden Montag (19. April) geltende Allgemeinverfügung weiter präzisiert. Aufenthalte im öffentlichen Raum im Landkreis Marburg-Biedenkopf sind demnach von 21 Uhr bis 5 Uhr des Folgetags nur im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes gestattet.

Davon ausgenommen sind Kontakte zu Personen anderer Hausstände aus wichtigem Grund. Zu diesen wichtigen Gründen gehören insbesondere die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten, einschließlich der Teilnahme Ehrenamtlicher (und zuschauender Einwohnerinnen und Einwohner) an öffentlichen Sitzungen der kommunalen Volksvertretungen sowie ihrer Ausschüsse und Ortsbeiräte sowie an Einsätzen von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst, die Inanspruchnahme medizinischer, therapeutischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen sowie die Wahrnehmung von Impf- oder Testterminen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus, Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts, die Begleitung und Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen, die Begleitung Sterbender, die Teilnahme an Gottesdiensten zu besonderen religiösen Anlässen, die Versorgung von Tieren sowie zu Maßnahmen der Tierseuchenbekämpfung und -prävention, die Vorstellung im Impfzentrum des Landkreises auf entsprechende Einladung sowie der Besuch von Ehepartnern, Lebenspartnern im Sinne des Lebenspartnerschaftsgesetzes und nichtehelichen Lebenspartnern.

Für den privaten Bereich (eigene Wohnung samt Grundstück) wird dringend empfohlen, die Personenkontakte in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr des Folgetags auf die Angehörigen des eigenen Hausstandes zu beschränken.

Daneben verlängert die Allgemeinverfügung das Verbot von Alkoholkonsum an definierten Orten in Marburg, Stadtallendorf, Biedenkopf und Neustadt. Auf besondere Regelungen zum Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen verzichtet der Kreis, da dies bereits durch entsprechende Landesverordnungen geregelt ist.

Die Allgemeinverfügung ist ab 19. April 2021 online auf der Website des Kreises unter www.marburg-biedenkopf.de  unter der Rubrik „Politik & Gremien“, Unterpunkt „Öffentliche Bekanntmachungen“ einsehbar.

Distanzunterricht in Schulen

Ab Montag, 19. April, bis zunächst Freitag, 30. April, ist der Präsenzunterricht an allen Grundschulen, weiterführenden und beruflichen Schulen im Landkreis Marburg-Biedenkopf ausgesetzt. Regelungen des Landes verschärfen Kinderbetreuung: nur noch in Fällen dringender Notwendigkeit.

Die aktuelle Pandemieentwicklung erfordert weitere Maßnahmen an den Schulen im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Auf Grundlage des aktuellen Eskalationskonzeptes des Landes Hessen und einer entsprechenden Anordnung des Gesundheitsamtes des Landkreises Marburg-Biedenkopf für die Schulklassen eins bis sechs, wird der Präsenzunterricht an allen Grundschulen, weiterführenden und beruflichen Schulen im Landkreis Marburg-Biedenkopf ausgesetzt. Ausgenommen sind die Abschlussklassen. Auch Abschlussprüfungen einschließlich der schriftlichen Abiturprüfung finden wie geplant statt. Die Regelungen zum Distanzunterricht gelten zunächst bis zum 30. April. Für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen eins bis sechs sowie für die Kinder der Vorklassen wird eine Notbetreuung angeboten.

Den am späten Nachmittag verbreiteten Passus zum Betretungsverbot von Kitas hat der Landkreis am späten Freitagabend - nach erneuter rechtlicher Prüfung - noch einmal überarbeitet:

Kreis stellt Regelungen für Kindertageseinrichtungen klar

Nach nochmaliger Prüfung stellt der Landkreis Marburg-Biedenkopf die Regelung zu den Kindertageseinrichtungen klar. Demnach gilt kein generelles Betretungsverbot für diese Einrichtungen. Dennoch gilt die dringende Empfehlung an die Eltern, ihre Kinder möglichst zu Hause zu betreuen.

Durch die Prüfung verschiedener Landesvorgaben, die unter großem Zeitdruck stattfand, um den Eltern möglichst schnell eine Antwort und Planungssicherheit geben zu können, war es zu einer missverständlichen Interpretation dieser Vorgaben gekommen.

Ein individuelles Betretungsverbot gibt es nur für Kinder, wenn sie oder die Angehörigen des gleichen Hausstandes unter Krankheitssymptome für COVID-19, insbesondere Fieber, trockenen Husten oder Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns leiden. Ferner gilt es, solange Angehörige des gleichen Hausstandes einer individuell angeordneten Quarantäne oder Absonderung unterliegen. Das Betretungsverbot gilt auch, wenn für sie oder einen Angehörigen ihres Hausstandes auf Grundlage eines Corona-Schnell- oder Selbsttests ein positives Testergebnis vorliegt.

Der Kreis bedauert die missverständlichen Aussagen ausdrücklich: „Das hätte nicht passieren dürfen, zumal es sich hier um einen hochsensiblen Bereich handelt. Und wir wissen, dass Eltern und Kinder verunsichert und bereits jetzt stark belastet sind“, sagte Landrätin Kirsten Fründt am Freitagabend. „Ich möchte mich für die entstandene Verunsicherung entschuldigen“, betonte Fründt.

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