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Marburg „Geplanter Umsatzrückgang“ bei 3U
Marburg „Geplanter Umsatzrückgang“ bei 3U
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19:55 16.05.2021
Die 3U Holding in Marburg.
Die 3U Holding in Marburg. Quelle: Foto: Thorsten Richter
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Marburg

Der Konzernumsatz der 3U Holding AG ist im ersten Quartal dieses Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum „plangemäß leicht zurückgegangen“, teilte der Konzern mit Sitz in Marburg mit. Demnach erzielte 3U 14,1 Millionen Euro – was einem Rückgang von 11,8 Prozent nach 15,99 Millionen Euro im ersten Quartal 2020 entspricht.

Als Gründe nennt der Konzern, dass Ende vergangenen Jahres der Windpark Lüdersdorf verkauft worden und die ClimaLevel Energiesysteme GmbH aus dem Konzernverbund ausgeschieden sei. Die beiden Geschäftsfelder hatten laut Konzernangaben im ersten Quartal des Vorjahrs zusammen noch Umsätze in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro beigesteuert. „Die wesentlichen fortgeführten Geschäftsbereiche verzeichneten wie prognostiziert deutliches Umsatzwachstum“, heißt es von 3U.

Materialaufwand gesunken

Demnach sei die EBITDA-Marge auf Konzernebene deutlich gestiegen. Maßgeblich dafür seien zunächst die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2,27 Millionen Euro, die im Vorjahresquartal noch bei 0,62 Millionen Euro gelegen hatten. Diese Erträge resultieren „zum überwiegenden Teil aus dem Abschluss der bereits im Vorjahr vereinbarten Veräußerung der nicht selbst genutzten Teile der Liegenschaft Adelebsen“, teilt 3U mit. Auch gebe es „laufende operative Verbesserungen in verschiedenen Kostenpositionen“. So sei der Materialaufwand im Konzern im ersten Quartal mit 7,82 Millionen Euro um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahrsquartal gesunken. Im Verhältnis zum geringeren Konzernumsatz sei jedoch die Materialaufwandsquote – der Materialaufwand in Prozent vom Umsatz – aufgrund der höheren Gewichtung von Umsätzen aus den Segmenten ITK und SHK von 51,1 Prozent im ersten Quartal 2020 auf 55,5 Prozent im ersten Quartal 2021 angestiegen.

Im ersten Quartal 2021 erhöhte sich das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern im Konzern (EBITDA) um 15,5 Prozent auf 3,35 Millionen Euro – im Vorjahreszeitraum hatte das Ergebnis noch 2,9 Millionen Euro betragen. Der Anstieg sei neben den guten Ergebnisbeiträgen des Segments ITK und den Verbesserungen im Segment SHK auf die Veräußerung der nicht selbst genutzten Teile der Liegenschaft in Adelebsen zurückzuführen.

Das Segment ITK habe sich einmal mehr als Wachstumstreiber erwiesen: Im ersten Quartal 2021 gab es einen Segmentumsatz von 5,46 Millionen Euro – gut 25 Prozent mehr als in den ersten drei Monaten vergangenen Jahres mit einem Umsatz von 4,35 Millionen Euro. Das Cloud-Computing-Geschäft in der Tochtergesellschaft weclapp SE sei der wichtigste Wachstumstreiber im Konzern und im Segment ITK. Ihr Umsatz wuchs im Vergleich zum ersten Quartal 2020 um 51,9 Prozent auf 2,39 Millionen Euro.

Auch der Geschäftsbereich Telekommunikation habe zum Wachstum des Segments beigetragen – mit einem Plus von 10,9 Prozent auf 2,86 Millionen Euro im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs. Grund: Durch die Corona-Pandemie habe es zeitweilig eine erhöhte Nachfrage nach Telefonieangeboten gegeben. „Dieser Sondereinfluss wird sich mit einer künftigen Reduzierung der Beschränkungen nicht mehr bemerkbar machen. Es bleibt die Strategie des Managements, die damit zu erwartenden Rückgänge durch Zuwachs in anderen Teilbereichen zu kompensieren“, heißt es.

Der Vorstand bekräftigt die Prognose für 2021 und erwartet einen Konzernumsatz auf Vorjahresniveau. Das Fehlen der Erlöse aus den veräußerten Beteiligungen an der ClimaLevel Energiesysteme GmbH sowie am Windpark Lüdersdorf werde durch das starke organische Wachstum der verbleibenden Unternehmensbereiche wohl nicht vollständig kompensiert.

Für dieses Jahr geht der Vorstand von Umsatzerlösen zwischen 58 Millionen Euro und 63 Millionen Euro aus. Beim EBITDA rechnet der Vorstand mit einem leicht höheren Ergebnis zwischen 11 und 13 Millionen Euro. Das führe zu einer Ergebniserwartung für den Konzern von voraussichtlich zwischen 2 Millionen und 4 Millionen Euro.

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