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Marburg Gute Noten beim CHE-Ranking
Marburg Gute Noten beim CHE-Ranking
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13:58 09.05.2021
Dr. Heike Korbmacher-Steiner (Mitte), Studentin Annika Witt, André Schaltenberg (Vorsitzender Fachschaft Klinik) und Keno Hausmann (Fachschaft Zahnmedizin) in der Zahnklinik.
Dr. Heike Korbmacher-Steiner (Mitte), Studentin Annika Witt, André Schaltenberg (Vorsitzender Fachschaft Klinik) und Keno Hausmann (Fachschaft Zahnmedizin) in der Zahnklinik. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Im aktuellen CHE-Hochschulranking haben besonders Studierende der Geographie und der Zahnmedizin an der Uni Marburg die Studienbedingungen als besonders gut bewertet. Das freut auch die Uni-Spitze. „Durch die Corona-Pandemie kann der Studieneinstieg herausfordernd sein. Deshalb freue ich mich sehr, dass sich die Marburger Studierenden dennoch sehr gut an die Hand genommen und unterstützt fühlen. “, meint Uni-Vizepräsidentin Professorin Evelyn Korn.

Die Zahnmedizin-Studierenden bewerten besonders unter den schwierigen Bedingungen der Corona-Pandemie vor allem die Betreuung und Unterstützung im Studium sowie die Studienorganisation als sehr gut. Auch die Anzahl und Ausstattung der Behandlungsstühle und klinischen Simulationsplätze wird sehr gut bewertet. „Gerade in der Zahnmedizin war es schwierig, die praktische Ausbildung unter Pandemiebedingungen so gut wie möglich zu erhalten,“ erläutert Professorin Annette Becker, Studiendekanin des Fachbereichs Medizin.

Studentin Annika Witt und Keno Hausmann (Fachschaft Zahnmedizin) gehen durch den Behandlungssaal in der Zahnklinik an der Uni Marburg. Beim CHE-Hochschulranking haben besonders Studierende der Geographie und der Zahnmedizin an der Uni Marburg die Studienbedingungen als besonders gut bewertet. Quelle: Thorsten Richter

Die Aufrechterhaltung der praktischen Ausbildung ist seit mehr als einem Jahr die wichtigste Herausforderung für die Uni-Zahnmedizin. So entwickelte die Klinikleitung gemeinsam mit den Studierenden-Vertretern ein Corona-Konzept, das den Kontakt der Studierenden zu den Patienten in den letzten vier klinischen Semestern weiterhin ermöglicht.

Ein großer Behandlungssaal wurde komplett umgerüstet und unter anderem mit Plexiglaskabinen auf die Corona-Bedingungen umgestellt. Zudem stehen vor der Zahnklinik große Zelte, in denen Patienten vor einer Behandlung in den Klinikräumen am Ortenberg Corona-Schnelltests machen. Es gehe nicht nur um die Qualität der Lehre, sondern auch um die Botschaft an die Patienten, dass in der Zahnklinik die Pandemie ernst genommen werde, betont Professorin Heike Korbmacher-Steiner, die geschäftsführende Direktorin der Zahnklinik.

Unnötige Kontakte reduziert

Zudem sei auch im Fach Zahnmedizin in den Pandemie-Semestern die Online-Lehre immer bedeutsamer geworden und man habe sich bemüht, auch alle unnötigen Kontakte im Studienalltag zu reduzieren. Verstärkt seien auch anonymisierte Patienten-Fälle in Gruppen online analysiert worden.

Im Fach Geographie sind die Studierenden in ihrer im CHE-Ranking abgebildeten Bewertung vor allem überzeugt vom Lehrangebot, dem Wissenschaftsbezug und der Unterstützung bei einem Auslandsstudium. „Der Fachbereich Geographie sieht sich in seiner Rolle bestätigt, wichtige gesellschaftliche Herausforderungen im Zuge des globalen Wandels sowohl im Rahmen der universitären Lehre als auch innovativer Forschung weiter voranzutreiben“, sagt Studiendekan Dr. Dietrich Göttlicher. Im deutschlandweiten Fach-Vergleich im Ranking liegen die Marburger Geographen bei den einzelnen Kriterien in der Spitzengruppe oder im vorderen Mittelfeld.

Geograph Dr. Jürgen Kluge (rechts) mit seinen Studenten Henry Schiefer, Thomas Beier, Florian Franz und Lena Perlmaier im Uniwald bei Caldern. Beim CHE-Hochschulranking haben besonders Studierende der Geographie und der Zahnmedizin an der Uni Marburg die Studienbedingungen als besonders gut bewertet. Quelle: Thorsten Richter

Die Klimaforschung sei bei den Marburger Geographen schon immer ein wichtiges Thema gewesen. Dabei gehe es nicht nur um die Dokumentation der Klimaentwicklung, sondern auch darum, welche Faktoren diese beeinflussen. Der „Fridays for Future“-Generation werde jetzt immer bewusster, dass das Fach Geographie sich wissenschaftlich intensiv mit der Klimakrise befasse, meint Göttlicher.

Aber es gibt auch noch einige „Baustellen“ am Fachbereich Geographie, wie die Umgestaltung der bisherigen Bibliotheksräume in studentische Arbeitsräume nach der Überführung der Geographie-Bibliothek in die nahegelegene neue Uni-Bibliothek.

CHE-Ranking

Das Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) ist mit rund 120 000 befragten Studierenden und mehr als 300 untersuchten Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften/Fachhochschulen (HAW) sowie Dualen Hochschulen und Berufsakademien der umfassendste und detaillierteste Hochschulvergleich im deutschsprachigen Raum. Die Teilnahme der Studierenden an den Befragungen zum Ranking ist freiwillig. Für das CHE-Ranking werden Studierende nach ihren Studienbedingungen sowohl im Allgemeinen als auch zu konkreten Kriterien befragt. Zudem werden Fakten zu Lehre und Forschung erhoben. Jedes Fach wird im Dreijahresrhythmus neu bewertet: In diesem Jahr nahmen die Fächer Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Medizin, Pharmazie, Physik, Politikwissenschaft, Sportwissenschaft und Zahnmedizin der Universität Marburg teil.

Fast alle Fächer erzielten laut einer Mitteilung der Marburger Uni-Pressestelle Spitzenwerte bei der Unterstützung von Studierenden zu Beginn ihres Studiums. Der Fachbereich Chemie verzeichnet darüber hinaus gute Werte bei den Bachelor-Abschlüssen in angemessener Zeit. Am Fachbereich Biologie werde darüber hinaus die Vermittlung der fachwissenschaftlichen Kompetenzen als sehr gut bewertet. Den Fächern Informatik und Mathematik werden allgemein gute Studienbedingungen, eine gute Betreuung durch Lehrende sowie gute Prüfungen attestiert. Die Pharmazie erzielt durchgehend zufriedenstellende Werte hinsichtlich der Studienbedingungen, zum Beispiel was Betreuung, Unterstützung im Studium oder das Lehrangebot betrifft. Die Medizin wird für die sehr gute Bibliotheksausstattung und IT-Infrastruktur gelobt. Die Sportwissenschaft ist insbesondere bei den Promotionen pro Professur erfolgreich. Die Fächer Physik und Politikwissenschaft erreichen gute Werte bei den Bachelor- und Master-Abschlüssen in angemessener Zeit.

Von Manfred Hitzeroth

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