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Marburg Generalprobe stimmt Michelbacher zuversichtlich
Marburg Generalprobe stimmt Michelbacher zuversichtlich
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09:00 10.04.2022
Bernd Geiler wird die Wettbewerbskommission durchs Dorf geleiten.
Bernd Geiler wird die Wettbewerbskommission durchs Dorf geleiten.
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Michelbach

Es ist kalt an diesem Montagnachmittag (4. April) – vier Grad zeigt das Thermometer in Michelbach an, und es pfeift ein kräftiger Wind durch den Marburger Stadtteil. Die Mitglieder des Vereins „Unser Michelbach“ und andere engagierte Ortsbewohner mühen sich, die aufgestellten Reiter, Plakate und Schirme an ihren Plätzen zu halten, und dann setzt auch noch Regen ein. Wenn das Sprichwort gilt, dass die Aufführung großartig wird, wenn die Generalprobe schiefgeht, dann brauchen sich die Michelbacher keine Sorgen für den Besuch der Kommission des Wettbewerbs „Unser Dorf“ am 17. Mai zu machen.

Kommission bekommt acht Stationen gezeigt

Am Tag danach ist bei Dr. Martin Kaminski kaum noch etwas von der Enttäuschung darüber zu spüren, dass die Generalprobe nicht in Vollausstattung zu realisieren war. Es ist dennoch „sehr, sehr gut gelaufen“, bilanziert er. Zeitlich habe alles genau in die vorgesehenen 120 Minuten gepasst. Gemeint sind damit zum Beispiel die Beiträge von Bernd Geiler als „Klingel-Bernd“, der die Kommission durchs Dorf zu den insgesamt acht Stationen führt: von der Kulturscheune zu den Höfen Drouard und Schneller über den Kirchplatz zur Martinskirche, dem Pfarrhof und dem Hof Wagner über die Hessenwiese bis ins Ewige Tal.

Sehr viel Disziplin hätten die Redner an den Tag gelegt, sich an ihre Zeiten gehalten. Das sei ein Hauptgrund dafür, dass der Test im zeitlichen Rahmen verlief, sagt Unternehmensberater Kaminski. Der 67-jährige Vereinsvorsitzende fragt sich nur, wie sich das von Vereinen und Verbänden oder auch den Kindergartenkindern zu bestreitende Begleitprogramm auf die Länge der Präsentation auswirkt. Fest steht nach dem Testdurchlauf aber, dass an einigen Punkten noch nachzubessern ist und an drei Stationen, an denen es „etwas haperte“, nochmals geübt wird.

Insgesamt blickt Kaminski dem Kommissionsbesuch „optimistisch entgegen“. Die Vorarbeiten seien erledigt, lediglich ein Fragebogen sei noch an das Regierungspräsidium in Gießen zurückzusenden. Dann könne er ruhig schlafen – vermutlich nur bis kurz vor dem 17. Mai.

Von Gianfranco Fain