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Marburg Achtung, Abzocke: So schützen Sie sich
Marburg Achtung, Abzocke: So schützen Sie sich
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08:00 20.12.2019
Spam-Mails sind nicht nur nervig – sondern häufig mit Viren-Anhängen oder Abzock-Versuchen auch gefährlich.  Quelle: Andrea Warnecke
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Karlsruhe

Rund jeder zweite deutsche Internetnutzer (55 Prozent) ist genervt (24 Prozent) oder sehr genervt (31 Prozent) von E-Mail-Spam – so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von WEB.de und GMX.

Doch E-Mail-Spam ist nicht nur lästig, die Schadmails können auch schnell gefährlich werden. Christian Schäfer-Lorenz, Leiter der Abteilung für E-Mail-Sicherheit der E-Mail-Dienste, erklärt die drei nervigsten Spam-Tricks 2019 – und wie Nutzer sich schützen können:

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Top 1: Phishing-Mails von Bezahldiensten

So funktioniert‘s: Die Angreifer verschicken E-Mails, die echten Benachrichtigungen von PayPal, paydirekt, klarna.de und Co. auf den ersten Blick täuschend ähnlich sehen. Über einen Link in der Spam-Mail sollen die Zugangsdaten der Opfer abgegriffen werden.

Das sagt der Experte: „Mit den Zugangsdaten können die Angreifer einfach im Netz einkaufen. Dabei nimmt die Qualität der Spam-Kampagnen ständig zu – Phishing-Mails sehen immer authentischer aus. Man sollte also mit einer ordentlichen Portion gesundem Menschenverstand in den Posteingang schauen: Im Zweifelsfall lieber nicht auf einen Link klicken, sondern die Internetadresse des Bezahldienstes selbst im Browser eingeben.“

Top 2: Onlinebanking-Spam

So funktioniert‘s: Per gefälschter Bankmitteilung fordern die Spam-Versender ihre Opfer auf, sich möglichst schnell über einen Link ins Onlinebanking-Konto einzuloggen – beispielsweise, um eine Fehlbuchung zu kontrollieren. Auch hier werden die Zugangsdaten gestohlen.

Das sagt der Experte: „Beim Onlinebanking-Spam geht’s weniger darum, das Konto der Opfer leer zu räumen. Viel attraktiver ist ein gültiges Bankkonto: Damit lässt sich zum Beispiel eine gefälschte Identität anlegen, um Verträge abschließen oder auf Rechnung einkaufen zu können. Dieser Missbrauch wird häufig nicht so schnell erkannt, weil die Buchungen erst mit Verzögerung auf dem Bankkonto sichtbar sind. Auch hier gilt: Lieber die Website der Bank selbst im Browser aufrufen als auf einen Link in einer eventuell gefälschten E-Mail zu klicken.“

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Top 3: Unseriöse Benachrichtigungen von Dating- oder Partnerbörsen

So funktioniert’s: Mit zweideutigen Nachrichten und/oder eindeutigen Fotos versuchen Onlinekriminelle, ihre Opfer auf Dating-Plattformen oder Partnerbörsen zu locken. Dabei geht’s selten um die große Liebe: Auch hier steht Geld im Fokus.

Das sagt der Experte: „Mit der Dating-Masche adressieren die Spam-Versender vor allem die Emotionen und die persönliche Eitelkeit der Empfänger: Hab ich tatsächlich einen neuen Kontakt? Interessiert sich jemand für mein Profil? Das kann eine starke Motivation sein, sich auf einer dubiosen Website anzumelden oder ein bestimmtes Dating-Profil zu besuchen. Dort soll man dann oft erst einmal für den Zugang zahlen. Bei besonders aufwendigen Betrugsszenarien verwickeln die Internetkriminellen ahnungslose Nutzer eventuell sogar in einen Chat, in dessen Verlauf ein angeblich meist weiblicher Lockvogel dann früher oder später Geld haben möchte – entweder für erotische Foto- oder Videoaufnahmen oder um den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Hier heißt es: Kopf einschalten! Man sollte grundsätzlich Skepsis walten lassen, sobald es um Geld geht.“

Generell gelte also: Neben einem gut trainierten Spam-Filter des E-Mail-Anbieters sei besonders der gesunde Menschenverstand eine wirksame Waffe im Kampf gegen Spam und Phishing.

(dpa)

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