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Marburg Mehr Raum für Geisteswissenschaften
Marburg Mehr Raum für Geisteswissenschaften
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17:55 10.09.2019
Das Gebäude in der Biegenstraße 9 wird für die Geisteswissenschaften denkmalgerecht saniert und umgebaut. Quelle: Foto: Ellen Thun
Marburg

In einer Presseerklärung teilt die Stadt Marburg mit, dass ab Mitte der laufenden Woche (KW 37) ein Fassadenbanner über den Umbau des Hauses Biegenstraße 9 informiert. Künftig soll dieses Gebäude von den Instituten für Vor- und Frühgeschichte sowie der Klassischen Archäologie genutzt werden. Das Land Hessen stelle für dieses Projekt rund drei Millionen Euro zur Verfügung. "Die Bauabteilung der Philipps-Universität wurde vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst beauftragt, das Projekt im Rahmen des Hochschulpaktes 2020 Bau-INVEST-Phase III zu realisieren", heißt es in der Pressemitteilung.

Geschichte des Gebäudes

Das Gebäude Biegenstraße 9 wurde im Jahr 1924 als preußisches Finanzamt errichtet. Ende der 1950er Jahre wurde es an der Biegenstraße um einen dreigeschossigen Flachdach-Anbau erweitert, der die Lücke zum Nachbargebäude schloss. Die letzte Sanierung wurde in den 1980er Jahren durchgeführt. Die Philipps-Universität nutzte das Haus von Anfang der 1990er Jahre bis 2014 als Institutsgebäude für geisteswissenschaftliche Fächer. Zuletzt stand es aufgrund des schlechten baulichen Zustandes weitgehend leer.

Die Umbauarbeiten würden voraussichtlich Im Sommer 2020 abgeschlossen. Dann könnten die derzeit noch im benachbarten Kunstgebäude untergebrachten Institute einziehen. „Dies wird dazu beitragen, die im Kunstgebäude herrschende Raumnot zu lindern“, sagt Maja Turba, Leiterin der Bauabteilung des Dezernats Gebäudemanagement und Technik der Universität.

Das 1924 errichtete Gebäude soll grundlegend saniert und umgebaut werden. Zudem wird der Brandschutz verbessert. Der L-förmige Bau erhält im Zuge des Umbaus einen zusätzlichen Eingang an der Wolff-Straße. Dieser ermögliche kurze Wege zu den Instituten im Kunstgebäude und diene als zweiter Fluchtweg. Der Haupteingang werde auch weiterhin an der Biegenstraße liegen.

Durch den Einbau eines neuen Aufzugs könne das Gebäude dann auch barrierefrei genutzt werden. Die Heizungsanlage soll nach Angaben der Stadt ebenfalls saniert werden. Außerdem erhalte das Haus ein modernes Beleuchtungssystem, eine Lüftungsanlage sowie neue sanitäre Einrichtungen.

Da das Bauwerk unter Denkmalschutz steht, würden alle Oberflächen sowie herausragende innenarchitektonische Elemente der 1920er Jahre wie beispielsweise Terrazzoböden, Innentüren und Treppengeländer denkmalgerecht aufgearbeitet.