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Marburg Fußgänger freuen sich über neuen Steg
Marburg Fußgänger freuen sich über neuen Steg
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00:26 02.11.2018
Ein Lkw lieferte den Fußgängersteg an, den Bauarbeiter anschließend einbauten. Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Die seit Februar andauernden Bauarbeiten an der Weidenhäuser Brücke haben einen wichtigen Fortschritt gemacht. Bisher konnte die Brücke nur an der Südseite zu Fuß überquert werden, nun wird auch an der gegenüberliegenden Seite ein Fußgängersteg angehängt.

Unterhalb des Stegs soll eine Freileitung für Fernwärme verlegt werden. Hinzu kommen noch weitere Leitungen und Verbindungen wie ein Gasrohr und ein Kabel, das zur Verknüpfung von Ampeln dient. Bis mindestens Juli kommenden Jahres bleibt die Brücke komplett gesperrt.

Der Steg besteht aus drei Stahlgebilden, die von der Firma Bresselschmidt in Erfstadt hergestellt worden sind. Jedes der drei Teile ist zirka 20 Meter lang und wiegt beinahe 15 Tonnen. Die Segmente werden nach ihrem Anbau durch Schutzgasschweißen aneinandergefügt, und bilden so einen Übergang. Angebracht wurden alle drei Teile des späteren Stegs bereits am Vormittag.

Trotz der niedrigen Temperatur von 5 Grad machten die Bauarbeiter Scherze und wirkten ausgelassen, die Kälte schien sie fast nicht zu stören. Dennoch kann es laut Bürgermeister und Baudezernent Wieland Stötzel (CDU) im Winter zu witterungsbedingten Baupausen kommen, falls die Temperaturen für längere Zeit unter null Grad fallen. Stötzel ist trotz solcher potenzieller Verzögerungen optimistisch, dass die Bauarbeiten früher als ursprünglich geplant enden werden.

Auch wenn der Abschluss des Bauprojekts für den Herbst 2019 vorgesehen war, rechnet er fest damit, dass die letzten Schritte bis zu den Sommerferien im Juli getan sein werden. Bis dahin soll die Straße komplett gesperrt bleiben. Auch wenn die eigentliche Straße noch nicht fertig ist, scheinen zumindest die Renovierungsarbeiten an der Brücke selbst weit fortgeschritten zu sein.

Die oberhalb des Bogens neu angebauten Steine sehen deutlich heller aus als die weitaus älteren Sandsteine der ursprünglichen Brücke aus dem Jahr 1892. Rudolf Lotz, einer der beiden Leiter des Bauprojekts, nimmt den optischen Kontrast mit Humor: „Das wird noch zehn Jahre so aussehen, danach sieht die Brücke wieder aus wie früher“, meint er.

von Noel Rhiel

Mehr zur Brückensanierung lesen Sie hier.