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Marburg Keine Eignung für Intensivstation?
Marburg Keine Eignung für Intensivstation?
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19:58 28.06.2019
Der Angeklagten Elena W. (links) wird vor Gericht von einer Kollegin mangelnde Intelligenz vorgeworfen. Sie sei ungeeignet für den Beruf der Intensiv-Kinderkrankenschwester.  Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Für die Kinderkrankenschwester mit knapp 30 Jahren Berufserfahrung steht fest, dass die Angeklagte für die Arbeit auf der Intensivstation nicht geeignet gewesen sei – auch wegen „mangelnder Intelligenz“.

Die heute 29-jährige Elena W. habe sich zwar bemüht, „aber sie hat es nicht geschafft“. Die Krankenschwester berichtete auch von der Entdeckung der Narkosemittel im Urin der kleinen Johanna im Februar 2016.

Demnach habe die Zeugin zunächst vermutet, dass das Mädchen eine Vergiftung erlitten habe – zwar infolge einer Überdosis des Medikaments Luminal, das dem Frühchen in der Nacht zuvor regulär verabreicht worden war.

Erst einige Tage später habe sie erfahren, dass Ketamin und Dormicum gefunden worden seien. „Dormicum ist ein absolutes No-Go-Medikament“, sagte die 51-Jährige bei der Polizei aus.

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht. (Der Artikel ist nach Anmeldung für Abonnenten kostenfrei)

Rückblick auf die vergangenen Prozesstage

Hier können Sie die bisherigen Berichte zu den vergangenen Verhandlungstagen im Frühchen-Prozess lesen.

31. Januar 2019: So war der erste Prozesstag.

6. Februar 2019: Am zweiten Prozesstag erklärte ein Gutachter die Wirkung der Medikamente.

7. Februar 2019: Gutachter ringen mit Unklarheiten

9. Februar: Bedrohliche Dosis Narkosemittel in Blutproben der Frühchen

14. Februar: Das sagen die Eltern des toten Frühchens

20. Februar: Mia lag da "wie eine Puppe"

21. Februar: "Als wäre kein Leben in ihr drin“

28. Februar: Kind wirkte wie narkotisiert

1. März: Chefarzt sagt aus: Rätsel um Narkosemittel für Babys

4. März: Angeklagte bricht in Tränen aus

5. März: Pflegedienstleitung sagt aus: "Es hat immer ein bisschen geknirscht"

7. März: Leitende Ermittlerin sagt aus: "DNA der Angeklagten gefunden"

13. März: Erstmals kamen Aussagen der Angeklagten zur Sprache.

15. März: Kooperativ gegenüber Kripo

17. März: Elena W. reagierte mit Tränen auf Haar-Analyse

27. März: Verdacht erhärtet sich

28. März: Ärzte haben unterschiedliche Ansichten

28. März: Wurde Frühchen Leni falsch behandelt?

3. April: Arzt sieht kein Mobbing bei Elena W.

4. April: Krisenstab beschloss, Kripo zu rufen

10. April: Kinderärztin hält Kinderkardiologen für "absolut zuverlässig"

11. April: Medikamente werden von Schwestern bestellt

8. Mai: Aussagen des Ex-Freundes verwirren

10. Mai: Arzt schildert Reanimation

17. Mai: Kinderarzt sagt aus

18. Mai: „Sie verzettelt sich halt gerne“

20. Mai: Experte: Es gibt keine Erfahrungen

5. Juni: Kollegin beschreibt Elena W. als freundlich