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Marburg Experte nennt Daten zu Gift-Dosis
Marburg Experte nennt Daten zu Gift-Dosis
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07:29 05.09.2019
Im Marburger Frühchen-Prozess hat ein weiterer Mediziner vor Gericht sein Gutachten vorgestellt. Quelle: Wolfgang Kumm/dpa / Archiv
Marburg

Viele Milligramm Medikamentenwirkstoff in kleinen Babykörpern: Im Landgerichts-Prozess um drei zwischen Ende 2015 und Anfang 2016 am Marburger Universitäts-Klinikum vergiftete Frühchen hat am Mittwoch, 4. September, ein Toxikologe ausgesagt.

Auf Grundlage von Blutproben hat der Sachverständige Professor Stefan Tönnes die Ergebnisse mehrerer theoretischer Rechenmodelle präsentiert, um so die Menge der verabreichten Arzneien, die Dosierung von Midozolam und Ketamin, bestimmen zu können.

Das Ziel: die Mindestmenge benennen zu können, die den Frühchen jeweils verabreicht worden sein muss, um die in den einzelnen Proben faktisch nachgewiesenen Werte erreichen zu können.

Seiner Einschätzung zufolge gibt es Hinweise darauf, dass die auf der Frühgeborenen-Station tatsächlich verabreichten Medikamenten-Mengen deutlich über den rechnerisch ermittelten liegen. Diese Annahme wird von klinischen Daten, die der Neonatologe Professor Ralf Roth nannte, untermauert.

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