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Marburg Wurde Frühchen Leni falsch behandelt?
Marburg Wurde Frühchen Leni falsch behandelt?
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17:59 29.03.2019
Die Angeklagte Elena W. mit ihren Anwälten Dr. Andreas Bentsch (rechts) und Dietmar Kleiner. Quelle: Nadine Weigel
Marburg

Man müsse die Vorfälle „aufklären bis ins Einzelne“, machte der Vorsitzende Richter Dr. Frank Oehm am 15. Prozesstag deutlich. Gemeint war die ärztliche Behandlung der kleinen Leni vor deren Tod im Dezember 2015.

Zwar steht mit Elena W. eine Krankenschwester wegen versuchten Mordes an drei Frühgeborenen vor Gericht, doch die Aussage des Kinderkardiologen lieferte nun neue Erkenntnisse über die Behandlung des kleinen Mädchens. Der Vorsitzende Richter sprach von „möglicherweise massiven Behandlungsfehlern“.

Man müsse feststellen, ob der rechtzeitige Punkt für ein Eingreifen verpasst worden sei.

Der Kinderkardiologe sagte vor Gericht: Hätten die Kollegen die von ihm vorgeschlagenen Medikamente gegeben, hätte er „durchaus Aussichten gesehen“.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie hier. (Artikel ist nach Anmeldung für OP-Leser zugänglich.)

Bisherige Prozesstage

Hier können Sie die bisherigen Berichte zu den vergangenen Verhandlungstagen im Frühchen-Prozess lesen.

31. Januar 2019: So war der erste Prozesstag.

6. Februar 2019: Am zweiten Prozesstag erklärte ein Gutachter die Wirkung der Medikamente.

7. Februar 2019: Gutachter ringen mit Unklarheiten

9. Februar: Bedrohliche Dosis Narkosemittel in Blutproben der Frühchen

14. Februar: Das sagen die Eltern des toten Frühchens

20. Februar: Mia lag da "wie eine Puppe"

21. Februar: "Als wäre kein Leben in ihr drin“

28. Februar: Kind wirkte wie narkotisiert

1. März: Chefarzt sagt aus: Rätsel um Narkosemittel für Babys

4. März: Angeklagte bricht in Tränen aus

5. März: Pflegedienstleitung sagt aus: "Es hat immer ein bisschen geknirscht"

7. März: Leitende Ermittlerin sagt aus: "DNA der Angeklagten gefunden"

13. März: Erstmals kamen Aussagen der Angeklagten zur Sprache.

15. März: Kooperativ gegenüber Kripo

17. März: Elena W. reagierte mit Tränen auf Haar-Analyse

27. März: Verdacht erhärtet sich

28. März: Ärzte haben unterschiedliche Ansichten