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Marburg Frauenclub trainierte ohne Nutzungsvertrag
Marburg Frauenclub trainierte ohne Nutzungsvertrag
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10:05 19.07.2018
Der 1. Frauensportclub Marburg darf jetzt offiziell im Gaßmann-Stadion trainieren. Das war nicht immer so. Quelle: Tobias Hirsch
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Marburg

In der Diskussion um die Trainingszeiten für den neu gegründeten 1. Frauensportclub Marburg im Georg-Gaßmann-Stadion legt die Stadt Marburg Wert auf die Feststellung, dass der 1. FSC Marburg bis zum Freitag, 6. Juli, keine Trainingszeiten oder gar Wunschzeiten vom Sportamt zugewiesen bekommen hat, sondern den Platz eigenständig und ohne Kenntnis der Verwaltung nutzte.

Ob und wo die Spielerinnen des neuen Vereins Räumlichkeiten um den Sportpark Georg-Gaßmann-Stadion herum zum Duschen oder Umkleiden benutzt haben, entziehe sich der Kenntnis der Verwaltung. Für Björn Backes, Leiter des städtischen Sportamts, ist der 1. FSC Marburg „ein Verein wie jeder andere auch“, der keine Sonderbehandlung erfahre.

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„Der 1. FSC hat im Stadion während der Ferien ohne Nutzungsvertrag auf temporär nicht genutzten Flächen trainiert“, sagte Backes. „Wenn solche Fälle, die immer mal vorkommen, zwischen den Vereinen abgesprochen werden, werfen wir die Menschen, die Sport treiben wollen, aber auch nicht aus dem Stadion.“

Bevorzugung vermutet

Seit dem 6. Juli nutzt der FSV Cappel den neu entstandenen Kunstrasenplatz „Am Köppel“ für sein Training. Die dadurch freigewordenen Trainingszeiten mittwochs und freitags im Gaßmann-Stadion werden jetzt vom 1. FSC genutzt.

Teile der Sportszene sehen die FSC-Gründung, dessen Ausrichtung nur auf Frauen ausgelegt ist, kritisch und mutmaßen zudem – vor allem wegen der personellen Zusammensetzung der Vereinsspitze, die aus mehreren Kommunalpolitikern aus der Stadtregierung besteht – eine Bevorzugung des Vereins durch die städtische Verwaltung.