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Marburg Flucht vor Polizeikontrolle endet mit Unfall
Marburg Flucht vor Polizeikontrolle endet mit Unfall
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14:45 08.02.2022
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Marburg

Ursprünglich war die Polizei wegen einer gemeldeten Belästigung nach Schröck gerufen worden.

Auf der Suche nach dem beschriebenen Täter fand die Polizei ein Auto mit vier zerstochenen Reifen vor. Zwischen dem Auto, dem Opfer der Belästigung und dem geflüchteten Täter besteht ein Zusammenhang.

Während der Fahndung kam der Polizei im Leiserweg ein silberner Ford Fiesta entgegen. Der Fahrer, auf den die vorliegende Beschreibung vage passte, erkannte den Streifenwagen, wendete und fuhr weg.

In der Folge ignorierte der Fahrer das Blaulicht, das Martinshorn und sämtliche anderen Anhalteversuche durch die Polizei. Die Verfolgungsfahrt ging mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten zwischen 60 und 100 Stundenkilometer vom Elisabethbrunnen über die Sonnenblickallee auf die Großseelheimer Straße

Auf der Fahrt geriet der silberne Ford mehrfach auf die Spur des Gegenverkehrs und den Grünstreifen. Auf der Großseelheimer fuhr der Pkw an mehreren vor der roten Ampel stehenden Autos vorbei.

Der Ford geriet auf den Fahrbahnteiler worauf der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verlor. Es kam zur Kollision mit einem weißen Toyota, der gerade von der Großseelheimer Straße in die Brüder-Grimm-Straße abbog. Die Front des Ford prallte in die Fahrerseite des Toyota.

Die beiden Insassen des Toyota, eine 24-jährige Fahrerin und eine 15-jährige Mitfahrerin blieben unverletzt, standen jedoch deutlich unter Schock.

Die Polizei zog den Fiesta-Fahrer trotz seines erheblichen Widerstands aus dem Auto und legte ihm Handfesseln an.

Bei dem Festgenommenen handelte es sich um den in Schröck aufgefallenen Mann. Der 37-Jährige erlitt, entweder durch den Unfall oder aufgrund seines Widerstands, eine Platzwunde am Kopf. Er ist nicht im Besitz eines Führerscheins. Sein Alkotest zeigte 2,33 Promille.

In seinem Auto stellte die Polizei ein Einhandmesser und ein sogenanntes Multi-Tool sicher.

Ein Rettungswagen brachten letztlich alle am Unfall Beteiligten zur weiteren Untersuchung und Wundversorgung ins Krankenhaus.

Zeugenhinweise

Auf der Flucht kam es durch die Fahrweise zu einer Vielzahl von Verkehrsverstößen und möglicherweise zu Behinderungen oder Gefährdungen anderer Verkehrsteilnehmer.

Letztere wären wichtige Zeugen und werden gebeten, sich mit der Polizei Marburg unter der Telefonnummer 06421/4060 in Verbindung zu setzen.