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Marburg Flaschenchaos wegen Grippewelle
Marburg Flaschenchaos wegen Grippewelle
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10:51 21.02.2020
Im Gisonenweg am Marburger Schloss war der Altglascontainer Anfang der Woche übervoll. ­Anwohner stellten ihre Flaschen verbotenerweise einfach daneben. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

An mehreren Glascontainern herrschte Anfang der Woche „Flaschenchaos“. Vor allem die Unterflurcontainer waren voll, drum herum „stauten“ sich unzählige leere Flaschen. Und das wohl nicht zum ersten Mal, wie die OP auf
Anfrage bei der Stadtverwaltung erfuhr.

Alle zwei Wochen dienstags und donnerstags werden die Behälter vom Dienstleister Suez abgefahren, manche Standorte sogar wöchentlich. „Nach Beobachtung der Stadt Marburg geschieht dies nicht zuverlässig – was die Stadtverwaltung schon mehrfach als Kritik sowohl an Suez als auch an das ‚Duale System‘ gemeldet hat“, so die Aussage der Stadt.

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Die Gesellschaft „Duales System Deutschland“ ist für die Entsorgung zuständig, da es sich um Verpackungen handelt. Marburg hat die Abfuhr an den externen Dienstleister aus dem Landkreis Siegen vergeben.

Leerung erfolgte am Mittwoch

Der entschuldigt sich auf Nachfrage: „Durch den kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfall des Stamm- und des Ersatzfahrers konnte der Abfuhrplan nicht eingehalten werden“, ließ das Unternehmen über die Pressestelle mitteilen. Man habe aber innerhalb weniger ­Tage reagieren können, so dass die Container am Mittwoch, 19. Februar, geleert werden konnten, so die Aussage.

In diesem Zusammenhang weist das Unternehmen noch einmal darauf hin, dass das Abstellen von Flaschen „auf und neben dem Container nicht ­erlaubt ist“. Zu hoch ist die ­Gefahr von Verletzungen durch Glasscheiben und Glassplitter. Hinzu kommt die Verschmutzung an sich, weil die Container meist in viel frequentierten Bereichen stehen.

Knapp 80 Containerstandorte im Stadtgebiet

Wenn die Anwohner ihren Flaschenmüll, wie im Gisonenweg oder an der Großseelheimer Straße, trotzdem neben den Containern abstellen, dann bedeutet das für die Müllwerker „einen erheblichen Mehraufwand. Bis zu einer Stunde mehr kann das Aufsammeln der Gläser und Flaschen dauern“, berichtete Louisa Mahr von der Suez-Pressestelle. Deswegen reagierte das Unternehmen und schickte gleich zwei Mitarbeiter pro Fahrzeug nach Marburg. Dies sei allerdings gängige Praxis bei hohem Müllaufkommen, wie beispielsweise nach den Feiertagen.

Auf die Kritik der Stadt antwortete das Entsorgungsunternehmen, dass sie oft durch parkende Autos nicht an die Container heranfahren könnten, „wie beispielsweise in der Nonnengasse“. Dann verzögere sich die Leerung dementsprechend. Sollten Container überfüllt sein, bittet die Stadt, auf andere Container auszuweichen. Im Stadtgebiet gibt es zirka 80 Containerstandorte, von denen 30 mit Unterflursystemen ausgestattet sind.

von Katja Peters

Eine Karte mit den Standorten der Glas­container findet sich hier.

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