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Marburg Zwei Geschäftsleute in Marburg verhaftet
Marburg Zwei Geschäftsleute in Marburg verhaftet
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21:39 09.05.2019
Symbolfoto: Die Staatsanwaltschaft Marburg ermittelt wegen Betrug mit Immobilienverkäufen. Quelle: Bernd Settnik
Marburg

Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung der Polizei Mittelhessen und der Staatsanwaltschaft Marburg fanden die Durchsuchungen in Hessen und Rheinland-Pfalz statt. Die Durchsuchungen wegen des Verdachts des "banden- und gewerbsmäßigen Betruges zum Nachteil diverser Kreditinstitute sowie der Bestechung und Bestechlichkeit" stehen in Zusammenhang zu Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Marburg. Sie richten sich gegen 14 Beschuldigte im Alter von 26 bis 54 Jahren, heißt es weiter. Zwei der Beschuldigten im Alter von 29 und 35 aus Marburg wurden aufgrund bestehender Haftbefehle festgenommen und befinden sich in Untersuchungshaft.

Die tatverdächtigen Firmenverantwortlichen mehrerer Immobiliengesellschaften mit Sitz in Marburg sollen in der Zeit von 2015 bis 2019 Immobilien in Mittelhessen innerhalb weniger Monate - zum Teil mehrmals - untereinander verkauft und dabei die Kaufpreise der Immobilien innerhalb weniger Monate um bis zu 400% künstlich in die Höhe getrieben haben. Dieses als "Immobilienflipping" bekannte Phänomen diene dazu, tatsächlich nicht erzielbare Marktpreise für die Immobilien vorzutäuschen, um an immer höhere Kredite zu gelangen. Den Kreditinstituten soll hierdurch ein Schaden in Millionenhöhe entstanden sein.

Zehn "Objekte" im Landkreis Marburg-Biedenkopf untersucht

Die Ermittlungen richten sich auch gegen zwei Mitarbeiter von Banken aus dem Rhein-Main-Gebiet und Rheinland-Pfalz wegen des Verdachts der Bestechlichkeit in geschäftlichen Verkehr und gegen zwei Notare aus Hessen (Mittelhessen und Rhein-Main-Gebiet) wegen des Verdachts der Bestechlichkeit im Amt.

Bei der Aktion stellten die Ermittler insbesondere zahlreiche schriftliche Unterlagen und elektronische Datenträger sicher. Die sichergestellten Beweismittel wertet die Staatsanwaltschaft nun aus.

Die Durchsuchungsobjekte befanden sich laut der Pressemitteilung in folgenden Städten und Landkreisen:

Hessen:

Stadt Marburg (7 Objekte), Landkreis Marburg-Biedenkopf (3 Objekte)

Frankfurt am Main (6 Objekte)

Landkreis Offenbach (1 Objekt)

Rheinland-Pfalz:

Landkreis Rhein-Lahn (2 Objekte)

Westerwaldkreis (2 Objekte)

Hier geht's zum ausführlichen Bericht