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Marburg Falscher Microsoft-Mitarbeiter erbeutet Tausende Euro
Marburg Falscher Microsoft-Mitarbeiter erbeutet Tausende Euro
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18:47 27.02.2020
Symbolfoto: Ein Mann hält einen Telefonhörer in der Hand. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Marburg

Der Anruf fand am Dienstag, 25. Februar statt. Er erreichte einen auf dem Land lebenden knapp 50 Jahre alten Mann. Der Betrüger wirkte so geschickt auf sein Opfer ein, dass dieser letztlich nicht nur einen Fernzugriff auf den Rechner gestattete, sondern auch noch Ausweisdaten einscannte, eine Bank-Tan preisgab und sogar noch eine Fernzugriffs-App auf sein Handy installierte.

Das alles ­hatte der angebliche Microsoft-Mitarbeiter verlangt und die Gründe für die Notwendigkeit nachvollziehbar und plausibel ­erklärt. Damit stand dem Betrüger nunmehr wirklich alles zur Verfügung. Das nutzte er sofort, um vom Opfer unbemerkt unter anderem Bankverbindungen, Kreditkartendaten, Pay-Pal-Kontodaten und sogar den kompletten E-Mail-Account auszuspähen.

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Bis zum Mittwoch hatte, 26. Februar, der Betrüger bereits Zahlungen von mehreren Tausend Euro von dem Bankkonto veranlasst. Weiterer finanzieller Schaden durch die Nutzung der mittlerweile gesperrten Kreditkarten und des Pay-Pal-Kontos sind nicht ausgeschlossen, sagt die Polizei und dringt darauf, sensible Daten niemals weiterzugeben. Hat man eine Firma nicht selbst um Hilfe gebeten, sei im jeden Fall auch ein Fernzugriff zu verweigern.

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