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Marburg Fall Nummer 3 im Landkreis
Marburg Fall Nummer 3 im Landkreis
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20:53 10.03.2020
Ein Schild mit der Aufschrift "Bei Verdacht auf Coronavirus - Betreten Sie bitte nicht das Gebäude!" steht am Eingang der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Im Erdgeschoss hat die UMG ein "Corona Testzentrum" eingerichtet". Im Landkreis Marburg-Biedenkopf gibt es nun einen dritten Infektionsfall. Quelle: Swen Pförtner/dpa
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Marburg

Bei einem 54 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf ist am Dienstag ebenfalls das Coronavirus nachgewiesen worden, heißt es in der Pressemitteilung des Landkreises. Damit sind in Marburg-Biedenkopf drei bestätigte Corona-Infektionen bekannt. Der 54-Jährige habe sich zuvor in Südtirol aufgehalten. Er zeige leichte Symptome und sei häuslich isoliert.

Das Gesundheitsamt hat die Kontaktpersonen des Mannes identifiziert. Sie befinden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne. Das Gesundheitsamt betreut sowohl den Patienten als auch die Kontaktpersonen.

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Zuvor war bereits bei einem Ehepaar aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, ebenfalls Reiserückkehrer aus Südtirol, der Test auf das Coronavirus positiv ausgefallen. Sie sind auch häuslich isoliert.

Hotline des Gesundheitsamtes

Das Gesundheitsamt des Landkreises Marburg-Biedenkopf hat eine Telefon-Hotline eingerichtet, unter der Informationen, zum Beispiel für Reiserückkehrer, erfragt werden können. Das Gesundheitsamt bittet Reiserückkehrer aus Risikogebieten sich bei der Hotline zu melden. Sie ist werktags in der Zeit von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr unter der Telefonnummer 06421 405-4444 erreichbar. Eine aktuelle Übersicht über die Risikogebiete bietet die Website des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de.

Im Krankheitsfall können sich Betroffene außerdem an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 oder an ihren Hausarzt wenden. Außerdem steht die Hotline des Hessischen Sozialministeriums unter 0800-555 4 666 zur Verfügung.

Unterdessen hat das Land Hessen seine Risikobewertung geändert und empfiehlt allen Veranstaltern und Gesundheitsbehörden, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern abzusagen. „Angesichts der jüngsten Entwicklungen in Italien und des aktuellen Verlaufs der SARS-CoV-2-Infektionen lässt sich die Gefahr einer Virusübertragung bei großen Menschenansammlungen, insbesondere in geschlossenen Räumen, nicht sicher beurteilen. Hessen hat deshalb heute entschieden, Veranstaltern und Gesundheitsbehörden ebenfalls die Absage solcher Veranstaltungen zu empfehlen, auch Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben dies angekündigt“, erläuterte Kai Klose, Hessischer Minister für Soziales und Integration.

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