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Marburg Corona-Gefahr lauert auch im Sommer
Marburg Corona-Gefahr lauert auch im Sommer
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08:00 30.06.2022
Angesichts der derzeit steigenden Corona-Zahlen empfiehlt das Robert Koch-Institut, weiterhin Maske zu tragen.
Angesichts der derzeit steigenden Corona-Zahlen empfiehlt das Robert Koch-Institut, weiterhin Maske zu tragen. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

844 Tage nach der ersten bestätigten Corona-Infektion im Landkreis Marburg-Biedenkopf prägt die Pandemie unser Leben noch heute. Nachdem die Corona-Maßnahmen im Frühjahr nach und nach fielen, riefen viele das Ende der Pandemie schon herbei. Nun aber warnen Experten vor dem Sommer, denn die Zahlen steigen schon seit Wochen wieder. Im Landkreis gibt es aktuell 3 510 aktive Fälle, die Inzidenz liegt bei 774,3.

Diese Zahlen zeigen: Die besser übertragbaren Omikron-Sublinien treiben die Corona-Sommerwelle in Deutschland an. Wie erwartet worden war, ist der Erreger BA.5 nun auch nach offiziellen Daten vorherrschend in Deutschland. Der Anteil in einer Stichprobe liege bei 50 Prozent, geht aus dem vergangenen Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zu Covid-19 hervor.

Hygieneregel immer noch wichtig

„Eine neue Welle wird sicherlich kommen, aber keiner weiß wann und mit welcher Heftigkeit“, sagte Professor Harald Renz, Direktor des Instituts für Labormedizin am Uniklinikum Marburg, schon vor etwa drei Wochen.

Corona-Experte und Virologe Christian Drosten jedenfalls rechnet nach den Sommerferien in Deutschland mit einer sehr hohen Zahl an neuen Corona-Fällen. „Ich hoffe, dass die Schulferien den Anstieg der Erkrankungsfälle etwas dämpfen werden. Aber ab September, fürchte ich, werden wir sehr hohe Fallzahlen haben“, sagte der Leiter der Virologie-Abteilung an der Berliner Charité dem „Spiegel“ vergangene Woche. Wenn nichts getan werde, werde es im Arbeitsleben „sehr viele krankheitsbedingte Ausfälle“ geben.

Angesichts der Entwicklung ruft das RKI weiterhin dazu auf, die Empfehlungen zum Vermeiden von Ansteckungen einzuhalten: Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Maske tragen, Lüften und Corona-Warn-App nutzen. Die Impfung habe „aufgrund ihrer hohen Schutzwirkung vor einem schweren Verlauf“ auch bei Erkrankungen durch Omikron nicht an Bedeutung verloren.

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Von Tobias Kunz und unserer Agentur