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Marburg Wieder "Spaziergänge" im Landkreis
Marburg Wieder "Spaziergänge" im Landkreis
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21:43 10.01.2022
Auch in Marburg beteiligten sich - wie vergangene Woche - wieder zahlreiche Menschen an einem "Montagsspaziergang". (Archivfoto)
Auch in Marburg beteiligten sich - wie vergangene Woche - wieder zahlreiche Menschen an einem "Montagsspaziergang". (Archivfoto) Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Rund 2600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der sogenannten Montags- beziehungsweise Grablichterspaziergängen zählte die Polizei in Mittelhessen am Montagabend (10. Januar) nach eigenen Angaben. Mit ihren "Spaziergängen" wollen die Teilnehmer Kritik an der Corona-Politik üben. Zu den angemeldeten Gegenveranstaltungen kamen laut Polizei rund 400 Personen.

Laut Polizei blieb es überall friedlich und habe keine besonderen Vorkommnisse gegeben. In Gießen und Herborn gingen Versammlungsbehörden und Polizei gegen nicht angemeldete Versammlungen vor.

Im Fokus der Polizei standen demnach nicht angemeldete Versammlungen in Gießen, Grünberg, Butzbach, Nidda, Bad Nauheim, Karben, Bad Vilbel, Altenstadt, Friedberg, Herborn, Haiger, Marburg, Biedenkopf und Gladenbach.

Marburg-Biedenkopf

Rund 550 Personen versammelten sich im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Hier verliefen die Ansammlungen friedlich und ohne besondere Vorkommnisse, informiert die Polizei.

Gießen

Im Landkreis Gießen versammelten sich rund 650 Personen. Jeweils etwa ein Dutzend Menschen zählte die Polizei bei zwei Gegenveranstaltungen. In Grünberg nahmen rund 400 Personen an einem Montagsspaziergang teil. Die Versammlungsbehörde in Gießen löste eine nicht angemeldete Versammlung am Berliner Platz auf und untersagte Ersatzversammlungen im Stadtgebiet. Im Zuge einer Personalienfeststellung sei es in Gießen zu einem Gerangel mit einer Frau gekommen, die dabei augenscheinlich leichte Verletzungen an der Wange davontrug.

Wetterau

Etwa 1.100 Kritiker der Corona-Maßnahmen versammelten sich in der Wetterau. An den drei angemeldeten Gegenveranstaltungen in Altenstadt, Bad Nauheim und Bad Vilbel nahmen etwa 400 Personen teil. Die Polizei stellte in Bad Nauheim die Personalien dreier Frauen fest, die Aufkleber mit dem Konterfei des Bundesgesundheitsministers als Totenkopf verteilten. Etwa 50 Personen störten dort die Identitätsfeststellung einer Teilnehmerin, indem sie Filmaufnahmen machten und mit lauten Rufen. Im Zuge dessen wurden die Personalien weiterer fünf Personen festgestellt.

Lahn-Dill-Kreis

Im Lahn-Dill-Kreis zählte die Polizei zirka 300 Menschen. An den zwei in Wetzlar angemeldeten Versammlungen im Kontext der Kritik an den Corona-Maßnahmen nahmen nach Polizeimitteilung etwa 150 Personen teil. Aus dieser Versammlung heraus lösten sich Teilnehmer und liefen gemeinsam durch die Innenstadt. Einsatzkräfte stoppten die Gruppe und stellten teilweise Personalien der Teilnehmenden fest. In Herborn löste die Versammlungsbehörde eine nicht angemeldete Versammlung auf. Dort stellte die Polizei die Personalien von zwölf Personen fest.

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