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Marburg Einweihung des neuen Studentenwohnheims
Marburg Einweihung des neuen Studentenwohnheims
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07:58 07.09.2021
Einweihung Studentenwohnheim Atlashaus. Ein Blick in eine der Gemeinschaftsküchen. Jede Etage hat eine eigene Farbgestaltung.
Einweihung Studentenwohnheim Atlashaus. Ein Blick in eine der Gemeinschaftsküchen. Jede Etage hat eine eigene Farbgestaltung. Quelle: Tobias Hirsch
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Marburg

Eine helle, weiße Fassade, großzügig gestaltete Fensterfronten und eine ungewöhnliche Kubatur: Das neue Wohnheim des Studentendorfs auf dem ehemaligen Sprachatlas-Gelände am Hermann-Jacobsohn-Weg lädt Studierende schon von außen zum Wohnen ein. Auch die freundliche und teilweise farbenfrohe Innengestaltung trägt zu dem insgesamt positiven ersten Gesamteindruck des neuen Wohnheims des Marburger Studentenwerks bei. Und so ist es bereits vor dem ersten Einzugstermin zum Start des Wintersemesters vollständig „ausgebucht“.

Pünktlich zum Beginn des Wintersemesters Anfang Oktober können in dem neuen Wohnheim „Atlashaus“ 74 Studierende ein campusnahes Zuhause beziehen. Nur wenige hundert Meter weiter befindet sich die Mensa. Und auch die geisteswissenschaftlichen Türme und weitere Uni-Gebäude in der Innenstadt sind gut fußläufig erreichbar. Feierlich wurde das neue Haus am Montagvormittag in coronabedingt kleinerem Kreis eingeweiht. Das Land Hessen unterstützte die Realisierung dieses Projekts, und so war auch die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) zur Feier vor Ort.

Dorn: „Studierende profitieren von neuem Wohnheim“

„Die Studierenden in Marburg profitieren von dem neuen Wohnheim mit modernster Ausstattung, von den kurzen Wegen zum innerstädtischen Campus und zur Mensa“, sagte Dorn in ihrem Grußwort. „Im Atlashaus lassen sich interdisziplinärer Austausch und buntes studentisches Leben bestens verbinden.“

„Von besonderer Bedeutung ist uns auch bei diesem Projekt das Thema Nachhaltigkeit“, so Studentenwerksgeschäftsführer Dr. Uwe Grebe in seiner Begrüßungsrede. „Das Atlashaus setzt mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen Zeichen in Hinblick auf eine nachhaltige und naturnahe Lebensweise: So haben die Studierenden dort die Möglichkeit des ,urban gardening’ und können in der Außenanlage eigene Beete anlegen.“

Zentral gelegenes Haus

Da das Haus sehr zentral gelegen sei, werde das Fahrrad für die Bewohner das Hauptverkehrsmittel sein. Ein geräumiger Fahrradunterstand soll die Entscheidung der Hausbewohner für das Rad erleichtern. Eigene Pkw-Stellplätze für die Bewohner sind am Haus hingegen nicht vorgesehen. Im Atlashaus wird, wie in vielen weiteren Wohnheimen des Studentenwerks, auf die Energie einer eigenen Solaranlage gesetzt.

Und: Nicht nur Studierende werden im Hermann-Jacobsohn-Weg einziehen. Als Naturschutzmaßnahme wird im Garten ein großes Schwalbenhaus aufgestellt, in dem aber auch andere Vogelarten und Fledermäuse ein Quartier finden können.

Dank an den Projektleiter

Studentenwerks-Chef Grebe richtete einen abschließenden speziellen Dank an Projektleiter Hans-Peter Hardt, der als Leiter der Abteilung „Studentisches Wohnen“ des Studentenwerks in den letzten 30 Jahren Generationen von Studierenden ein kostengünstiges Dach über dem Kopf ermöglicht hat. Das Atlashaus ist das letzte Projekt, das Hardt für das Studentenwerk realisiert.

Im April 2022 wird er in den wohlverdienten Ruhestand gehen (die OP berichtete). „Sie waren und sind die personifizierte Umsetzung des Leitsatzes aller deutschen Studenten- und Studierendenwerke ... damit Studieren gelingt“, sagte Grebe.

Atlashaus: Zahlen – Daten – Fakten

Studentenwerks-Geschäftsführer Dr. Uwe Grebe dankte ausdrücklich der Philipps-Universität Marburg für die Unterstützung und dem Land Hessen, das dem Studentenwerk das Grundstück unentgeltlich im Erbbaurecht übertragen hatte. „Mit dieser Hilfe haben wir mit dem Atlashaus erneut einen Beitrag zur Linderung der studentischen Wohnungsnot in Marburg an attraktiver, zentraler Stelle leisten können“, so Grebe weiter.

Das fünfgeschossige Wohnheim bietet eine Gesamtwohnfläche von über 1.500 Quadratmetern in zentraler Lage auf dem Grund des ehemaligen Sprachatlas der Philipps-Universität im Hermann-Jacobsohn-Weg. Für rund 6,4 Millionen Euro Baukosten entstanden hier 74 Wohnplätze als Einzelzimmer mit eigenem Bad.

Auf dem Flachdach des Hauses ist eine extensive Begrünung vorgesehen. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Gasbrennwertanlage in Kombination mit einer großen solarthermischen Anlage. Auf jeder Etage befindet sich eine große Gemeinschaftsküche mit Aufenthaltsraum, um das Miteinander und den Austausch der Hausgemeinschaft zu stärken. Im Untergeschoss des Gebäudes ist ein zusätzlicher Gemeinschaftsraum zur freien Verfügung der Studierenden eingerichtet. Das Haus verfügt über einen Aufzug.

Von Manfred Hitzeroth

06.09.2021
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