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Marburg Eine gute halbe Million geht in den Kreis
Marburg Eine gute halbe Million geht in den Kreis
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17:16 19.05.2021
Die Burg Mellnau.
Die Burg Mellnau. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Nach Zuschüssen unter anderem für die Sanierung der Waggonhalle in Marburg, der Alten Kirche in Bürgeln, dem Herrenhaus in Amönau, der Lutherischen Pfarrkirche in Marburg sowie der Orgel in Stausebach profitieren zwei weitere Projekte im Landkreis Marburg-Biedenkopf vom Denkmalschutz-Sonderprogramm X des Bundes.

Der Haushaltsausschuss gab gestern 447 845 Euro für die Sanierung und Instandsetzung von Teilen der Burg Mellnau in Wetter sowie 73 000 Euro für die Restaurierung der Orgel der katholischen Kirche St. Michael in Kirchhain-Anzefahr frei. Damit übernimmt der Bund jeweils die Hälfte der Kosten der anfallenden denkmalpflegerischen Maßnahmen.

In diesem Jahr stehen bundesweit erneut rund 70 Millionen Euro für das Programm zur Verfügung. Die Maßnahmen erstrecken sich über das gesamte Bundesgebiet und leisten einen erheblichen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft in unserem Land.

In Mellnau hatte sich im vergangenen Sommer der Heimat- & Verkehrsverein an den Marburger SPD-Bundestagsabgeordneten Sören Bartol gewandt und um Unterstützung für die dringend anstehenden Restaurierungsarbeiten gebeten. Daraufhin erfolgte auf Bartols Rat eine Antragsstellung für das Denkmalschutzprogramm. „Ein erster Schritt ist nun getan, mit der jetzt gebilligten Förderung können die gravierendsten Schäden an der Burg angegangen werden,“ so Sören Bartol nach der Entscheidung in Berlin. Primär werden nun lose Steine, loses Mauerwerk und instabiles Gewölbe stabilisiert, sodass die Anlage für Besucher weiterhin zugänglich bleibt.

Den Förderantrag hatte die Stadt Wetter gestellt, wie Bürgermeister Kai-Uwe Spanka mitteilt, der sich über den positiven Bescheid freut: „Wir sind wirklich dankbar darüber, das hat sich sehr gelohnt.“ Insbesondere, da die geschätzten Kosten für eine Sanierung der Burg zuletzt weiter nach oben kletterten, nachdem ein Gutachten massive Schäden an der Burgruine, an Mauern und Turm dokumentiert hatte (die OP berichtete). In dem Zusammenhang gab es neue Gespräche zwischen dem privaten Eigentümer der Burg wie dem Förderverein. Diese werden laut Spanka auch weiter fortgesetzt. Noch ist in der Sache nichts entschieden.

Zudem gelang es, nach der Orgel in Stausebach im vergangenen Jahr nun auch die Orgel in Anzefahr ins Sanierungsprogramm aufzunehmen. Die Orgel in der katholischen Pfarrkirche in Anzefahr wurde 1724 durch Joh. Daniel Mütze, Sachsenberg errichtet. Von außen vermittelt die Orgel zwar einen prächtigen Eindruck, ist aber durch mehrere Eingriffe stark beeinträchtigt und bedarf einer grundlegenden Restaurierung.

 

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