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Marburg Teilnehmer für Tinnitus-Studie gesucht
Marburg Teilnehmer für Tinnitus-Studie gesucht
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10:00 30.03.2019
Die Psychologen Dr. Cornelia Weise (von links), Martin Jensen und Eva Hüttenrauch testen im Labor im Fachbereich Psychologie die Neurofeedback-Methode, die gegen Tinnitus helfen soll. Quelle: Manfred Hitzeroth
Marburg

Hoffnung für Tinnitus-Betroffene: Eine Arbeitsgruppe aus der Marburger Psychologie testet, ob ein Neurofeedback-Training den Patienten helfen kann, die Belastungen durch Phantomgeräusche zu vermindern. Zusammen mit Marburger Kollegen erforscht der dänische Gastwissenschaftler Martin Jensen in Marburg eine neue Methode, mit der dies erreicht werden soll.

„Leider gibt es derzeit keine Heilung für Tinnitus“, sagt die Psychologin Dr. Cornelia Weise, die das Forschungsprojekt leitet. „Daher erforschen wir – wie eine wachsende Anzahl von Forschungsgruppen weltweit – neue Wege, um das Klingeln in den Ohren zum Schweigen zu bringen.“
Noch werden Patienten als Teilnehmer für die Studie gesucht. Bei dieser soll die Wirksamkeit des Neurofeedback-Trainings auch mit einer anderen Methode verglichen werden.

Für die Marburger ToNe-Studie werden noch Teilnehmer über 18 Jahren gesucht, die seit mindestens sechs Monaten an Tinnitus leiden und sich dadurch beeinträchtigt fühlen. Ausgeschlossen von der Teilnahme sind Tinnitusbetroffene, die in der Vergangenheit einen Schlaganfall, Hirnblutungen, Hirntumore oder epileptische Anfälle hatten.

Studieninteressierte sollten zudem keine ­Medikamente wegen einer psychischen Erkrankung einnehmen und sich nicht in psychotherapeutischer Behandlung befinden. Die Studiendauer beträgt fünf Wochen und umfasst dabei bis zu drei anderthalbstündige Termine pro Woche. Tinnitusbetroffene können sich auf der Webseite https://www.iterapi.se/sites/tone/ ausführlicher über die Studie informieren und direkt für eine Teilnahme registrieren.

Kontakt: Martin Jensen/Eva Hüttenrauch. ­Telefon 06421/2823794 oder tinnitus@uni-marburg.de

Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier. (Der Artikel ist nach Anmeldung für OP-Leser zugänglich)