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Marburg Die Geschmäcker sind verschieden
Marburg Die Geschmäcker sind verschieden
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14:58 29.11.2020
Die Filmszene aus der ersten „Tatort“-Folge „Taxi nach Leipzig“ zeigt Hauptkommissar Paul Trimmel (Walter Richter, rechts), der von Erich Landsberger (Paul Albert Krumm) mit der Pistole bedroht wird. Quelle: Foto: NDR / dpa-Bildfunk
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Marburg

Die älteren OP-Leserinnen und -Leser erinnern sich sicherlich noch an Kommissar Paul Trimmel (Walter Richter). Stets mürrisch und Kollegen gegenüber ziemlich ruppig löste er 1970 den ersten „Tatort“-Fall im „Taxi nach Leipzig“. Zehn weitere Fälle in Hamburg folgten, eher er 1982 in den Ruhestand ging.

Der erste richtige Kultkommissar der Krimi-Reihe war für viele „Tatort“-Fans wohl Horst Schimanski. Der am 19. Juni 2016 verstorbene Götz George legte den Kommissar als raubeinigen Ruhrpott-Malocher mit großem Herz an, der an der Seite von Thanner in Duisburg 29 Fälle löste.

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Am morgigen Sonntag und am 6. Dezember sind jeweils ab 20.15 Uhr die Jubiläums-Folgen „In der Familie 1“ und „In der Familie 2“ aus Dortmund und München zu sehen. Es geht um die Mafia, der Fall verbindet zwei Städte und zwei Ermittlerteams.

Der „Tatort“ ist inzwischen die erfolgreichste deutsche Krimiserie. Weit mehr als 1100 Folgen wurden seit 1970 gedreht. In den 1970er-Jahren – damals waren die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland noch konkurrenzlos – waren 25 Millionen Zuschauer pro Folge nicht ungewöhnlich. Der „Tatort“ war ein echter Straßenfeger.

Heute machen der ARD Privatsender und Streamingdienste Konkurrenz. Zwischen 7 Millionen und 10 Millionen Zuschauer sind heute die Regel, Kommissar Thiel und sein „Assistent“ Boerne schafften mit ihrem Münster-Tatort zuletzt noch einmal 13,16 Millionen Zuschauer. Das sind Zahlen, die früher allenfalls die Fußballnationalmannschaft erreichte – doch selbst die schwächelt auf dem Bildschirm inzwischen gewaltig.

Dennoch – ein Sonntag ohne „Tatort“ ist für viele Fans der Reihe auch heute noch unvorstellbar. Wir haben zum runden Geburtstag der Reihe die OP-Leserinnen und -Leser gefragt: Wie und mit wem schauen Sie am liebsten die Krimireihe im Ersten? Haben Sie dabei besondere Rituale? Und wer sind Ihre liebsten Tatort-Ermittler?

Was die OP-Leser

zum Tatort sagen

Matthias Jost: „Am liebsten mit unseren Freunden Andrea und Stefan, mit einem Bier und Radler für die Damen. Lena Odental und Kopper sind meine liebsten Ermittler.“

Angelika Zebisch: „Ich schaue jeden Sonntag den Tatort. Er beschließt für mich das Wochenende. Meine liebsten Tatort Ermittler sind Moritz Eisner und Bibi Fellner aus Wien.“

Cornelia Paul: „Köln, München und auf jeden Fall Münster – das sind unsere Favoriten.“

Catrin Kolmer: „Meist schaue ich alleine, Rituale habe ich keine, am liebsten schaue ich das Kölner Team und das Kieler Team.“

Hansheinrich Hamel: „Egal, welches Team, aber vorher wird darum gebangt, dass nicht wieder jemand etwas ,Besonderes’ verwirklichen will, wo ich dann nur minutenweise dunkle Bilder sehe und tiefenpsychologische Gespräche mit anhören muss.“

Oliver Siegel: „Ich schau in der Mediathek wieder mal Schimanski und Thanner. Herrlich! Nicht so weich gespült und überkorrekt wie heute! Die befragen Verdächtige, wenn nötig, noch auf dem Klo.“

Susanne Fischer: „Köln, München, Kiel, Weimar, Wien, Dortmund, Frankfurt, Stuttgart, Göttingen, Wiesbaden, Berlin, Dresden, Münster und Hamburg (Falke und Grosz). Zeit nur für mich.“

Petra Dawedeit: „Die Frankfurter Brix und Janneke. Und natürlich Boerne und Thiel und die Österreicher Fellner und Eisner.“

Julia Hergenröder: „Köln und München – ein Muss.“

Micky Sandra Blazek: „Sofa.... Boerne und Thiel.“

Stephan Schnabel: „Paul Stoever und Peter Brockmöller (Manfred Krug, Charles Brauer).“

In unserer Wochenend-Ausgabe „Der Sonntag“, die der OP jeden Samstag beiliegt, dreht sich diesmal ebenfalls alles um das „Tatort“-Jubiläum.

Von Uwe Badouin

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