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Marburg Diebes-Trio steht vor Gericht
Marburg Diebes-Trio steht vor Gericht
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11:00 23.11.2019
Drei Mitglieder einer Diebesbande müssen sich vor Gericht verantworten. Sie sollen 15.000 Euro erbeutet haben. Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Ein Trio muss sich wegen Bandendiebstahls vor Gericht verantworten. 15.000 Euro sollen die drei Männer erbeutet und einen Schaden in Höhe von rund 9.500 Euro verursacht haben. Am 19. April dieses Jahres soll das Trio als Teil einer fünfköpfigen Diebesbande, die übrigen zwei werden gesondert verfolgt, seinen dreiwöchigen Raubzug begonnen haben.

Laut Anklageschrift schlug die Diebesbande insgesamt fünfmal zu, hatte es auf Bargeld und Wertgegenstände abgesehen und muss sich somit wegen des bandenmäßigen Diebstahls vor Gericht verantworten.

Von den drei Angeklagten – 40, 33 und 32 Jahre alt – befindet sich derzeit nur der älteste auf freiem Fuß. Die beiden anderen Beschuldigten sitzen in Untersuchungshaft. Wobei beim Prozessauftakt nur der 32-jährige über Verteidigerin Nadin Nitz eine Einlassung verlesen ließ. „Mein Mandant gibt zu, die vorgeworfenen Taten begangen zu haben“, sagte sie.

Es ging nicht nur um Bargeld

Über weitere Einzelheiten wurden keine Angaben gemacht. „Auch nicht zu weiteren Tatbeteiligten“, unterstrich Nitz. Die beiden anderen Angeklagten machten keine Einlassung.
Staatsanwältin Janina Pristl legte dem Trio Folgendes zur Last: Zwischen dem 19. April und dem 6. Mai brachen die drei Männer in die Räume einer Kirchengemeinde, eines Service-Centers und mehrerer Arztpraxen ein, um dort Beute zu machen.

Dabei stand der 40-Jährige Schmiere und in Handykontakt mit seinen beiden Komplizen. Es ging nicht nur um Bargeld. In einer Praxis sollen sie Laptops sowie ein Handy erbeutet haben. Allerdings schien das Trio nicht allzu wählerisch. Laut Pristl ließ es nämlich auch Schuhe im Wert von zehn Euro mitgehen.

Darüber hinaus soll es auch Medikamente an sich gebracht haben. Neben dem erbeuteten Bargeld sowie den Wertgegenständen, insgesamt rund 15.000 Euro, entstanden Schäden in Höhe von etwa 9.500 Euro. Darunter auch aufgebrochene Tresore und durchbohrte Wände.

Nicht das passende Werkzeug im Handgepäck

In einem Fall ließ die Anklageschrift die Beschuldigten als ganz abgezockt erscheinen: Am 4. Mai stiegen sie ins Service-Center einer Wohnbaugesellschaft ein, hatten für den im Archivraum untergebrachten Tresor jedoch nicht das passende Werkzeug im Handgepäck.

Also wurde kurzerhand entschieden, eine Nacht später mit einem Winkelschleifer anzurücken, um das Werk zu vollenden. Bargeld und Wertgegenstände im Wert von 4.400 Euro erbeuteten sie in jener Nacht.

In die Beweisaufnahme stieg das Schöffengericht um Richter Dominik Best am Dienstag aus terminlichen Gründen nicht ein. Das geschieht erst am Donnerstag, 21. November, ab 9.30 Uhr.

von Benjamin Kaiser