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Marburg Richtsberg 88: Der Abriss wird vorbereitet
Marburg Richtsberg 88: Der Abriss wird vorbereitet
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13:46 13.01.2020
Das ehemalige Studentenwohnheim am Richtsberg 88 ist seit einem Brand im Sommer 2014 unbewohnbar. Jetzt haben die Vorbereitungen für den Abriss begonnen. Quelle: Tobias Hirsch
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Marburg

Am Richtsberg 88 tut sich einiges: Dass die vorbereitenden Arbeiten für den Abriss des Gebäudes vorankommen, sieht man daran, dass auf dem Areal vor dem ehemaligen Studentenwohnheim der Berg an „Bauschutt“ aus dem Inneren des Gebäudes kontinuierlich anwächst. Bevor die Spe­zialbagger anrücken und das Gebäude von oben Stockwerk für Stockwerk abtragen, muss das Gebäude behutsam entkernt werden. Diese Vorgehensweise hatte Studentenwerks-Geschäftsführer Dr. Uwe Grebe der OP Ende vergangenen Jahres vor dem Start des Projektes Abrissarbeiten erläutert.

Bereits seit dem verheerenden Brand im Sommer 2014, der das Gebäude unbewohnbar gemacht hatte, wurde die Zukunft des Areals im Bauausschuss des Stadtparlaments genau verfolgt. Das Thema „Richtsberg 88“ stand zeitweise in jeder monatlichen Sitzung unter dem Stichwort „Verschiedenes“ auf der Tagesordnung. Diese „Tradition“ wurde vor einigen Monaten aufgegeben, nachdem sich das Studentenwerk als Eigentümer des Gebäudes und eine Versicherungsgesellschaft endlich auf die Höhe und die Modalitäten der zu zahlenden Versicherungssumme geeinigt hatten.

Doch nun wollen es die Stadtverordneten wieder genauer wissen: Im Bauausschuss einigten sich die Vertreter aller Fraktionen, dass sie die Verantwortlichen des Studentenwerks einladen wollen, damit sie genauer erläutern, was für ein Nachfolge­bau anstelle des Wohnheims errichtet werden soll sowie wann und wie das vonstatten gehen soll. „Das Studentenwerk sollte­ schon die verloren gegangenen Wohneinheiten ersetzen“, machte Dr. Michael­ Weber ­(Piratenpartei) deutlich. „Ich will schauen, was das Studentenwerk tut und es deutlich im Blick haben“, sagte auch Sonja Sell (SPD). Und Christian Schmidt (Grüne) betonte, dass die strategische Frage des Wohnraums für Studierende nicht nur für das Studentenwerk und die Universität wichtig sei, sondern für die gesamte Stadt.

Was wird wie und wann als Ersatz gebaut? Das wollen die Abgeordneten gerne wissen. Studentenwerks-Geschäftsführer Dr. Uwe Grebe sagte auf Anfrage der OP zu, dass er dem Ausschuss natürlich auch persönlich zu den Plänen des Studentenwerks Rede und Antwort stehen werde.

von Manfred Hitzeroth