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Marburg Edeka-Gelände soll neu beplant werden
Marburg Edeka-Gelände soll neu beplant werden
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10:00 02.11.2021
Der ehemalige Edeka-Markt in der Rosenstraße in Marburg.
Der ehemalige Edeka-Markt in der Rosenstraße in Marburg. Quelle: Tobias Hirsch
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Marburg

Was geschieht mit dem Gelände des früheren Edeka-Marktes in der Rosenstraße? Das Thema wurde vergangene Woche im Gestaltungsbeirat behandelt. Dort haben Bauherr und Architekten ihr Vorhaben schon öffentlich vorgestellt, teilte die Pressestelle der Stadt Marburg auf Anfrage der OP mit. Danach ist vorgesehen, das Gebäude und der anschließende Bereich zur Bahnhofstraße hin durch eine Änderung des Bebauungsplanes zu überplanen.

Auf dem heutigen Grundstück des Edeka-Marktes, das der Firma Wilhelm Felder und Wilhelm Felden und Kaiser & Roth KG. gehört, ist nach derzeitigem Diskussionsstand eine Einzelhandelsfläche mit Wohnbebauung vorgesehen. Das vorhandene Gebäude soll komplett abgerissen werden.

Nähere Einzelheiten sind noch nicht öffentlich bekannt. Der Vertreter der Eigentümer, der auch im Gestaltungsbeirat aufgetreten war, erklärte gegenüber der OP, die Pläne seien zurückgezogen, man werde sich frühestens in zwei Monaten öffentlich äußern.

Der Stadt liegt somit noch kein Bauantrag vor. Voraussetzung dafür ist zunächst, dass das Verfahren mit einem weiteren vorherigen Abstimmungsprozess durchgeführt wird.

Es handelt sich bei dem Vorhabenträger entgegen in der Stadt kursierender Gerüchte nicht um ein Unternehmen der Pohl-Gruppe, sagte die Sprecherin der Stadt Marburg, Birgit Heimrich.

Stadtwerke bewirtschaften Parkplatz

Der Parkplatz vor dem früheren Edeka-Markt wird seit Mitte Oktober von den Marburger Stadtwerken im Auftrag von Wilhelm Felden und Kaiser& Roth KG bewirtschaftet. Viele ältere Marburger, die früher hier ihre Einkäufe erledigten und bei der Gelegenheit noch eine Kleinigkeit in der näheren Umgebung zu tun hatten, erinnern sich an das Pförtnerhäuschen, in dem immer ein Rentner saß, Zettel mit der Ankunftszeit verteilte und bei Ausfahrt wieder kontrollierte. Wer zu lange geblieben war, musste zahlen – viele empfanden diese Form der Parkraumbewirtschaftung als einen willkommenen Kontrast zu den automatisierten Vorgängen in Parkhäusern oder am Straßenrand. Gemütlich halt.

Damit ist nun Schluss. Zwar war der Parkplatz Ende vergangener Woche frei zugänglich. Nach Aussage von Autofahrern war ein Parkscheinautomat nicht zu sehen, weswegen auch Autos dort abgestellt wurden, hinter deren Windschutzscheibe kein Parkticket hinterlegt war. Einige dieser Autofahrer fanden nun nach ihrer Rückkehr einen Zettel der Stadtwerke Marburg vor, auf dem im forschen Ton darüber informiert wurde, beim nächsten Mal werde der Pkw abgeschleppt.

„Der Parkplatz Rosenstraße 2 ist als Privatparkplatz beschildert“, erklärt der Sprecher der Marburger Stadtwerke, Jonas Becker. Eigentümer des Parkplatzes ist die Firma Wilhelm Felden und Kaiser & Roth KG. Die Stadtwerke bewirtschaften den Parkplatz im Auftrag der Firma.

Hinweise auf Gebührenpflicht

An der Einfahrt sowie auf dem Gelände seien Schilder angebracht, die auf die Gebührenpflicht hinweisen. An der Einfahrt zum Parkplatz steht der Parkscheinautomat und das darüber angebrachte Schild mit dem Hinweis, dass am Automat ein Parkschein zu lösen sei. Dort ist ebenfalls ein Schild angebracht, das darauf hinweist, dass widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge kostenpflichtig abgeschleppt werden.

Der Parkplatz wird durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke kontrolliert. „Wird ein parkendes Fahrzeug ohne Parkschein vorgefunden, wird beim ersten Mal auf die Pflicht zur Lösung des Parkscheins hingewiesen.

Wenn das gleiche Fahrzeug in Folge wieder auf dem Parkplatz ohne Parkschein aufgefunden wird, behalten sich die Stadtwerke vor, dieses kostenpflichtig entfernen zu lassen. „Nicht vorhandene Schranken dürfen nicht zu der Annahme verleiten, dass keine Parkgebühren zu entrichten sind“, teilt Becker die Rechtsauffassung der Stadtwerke mit. Und: „Ist eine Parkuhr oder ein Parkscheinautomat nicht funktionsfähig, ist eine Parkscheibe zu verwenden.“

Von Till Conrad

02.11.2021
01.11.2021