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Marburg „Pepi“ ist seit vier Jahrzehnten Tanzlehrer
Marburg „Pepi“ ist seit vier Jahrzehnten Tanzlehrer
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18:00 25.04.2022
Dirk „Pepi“ Peperzak.
Dirk „Pepi“ Peperzak. Quelle: Manfred Hitzeroth
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Marburg

Er ist seit vier Jahrzehnten Tanzlehrer: Dirk „Pepi“ Peperzak hat in dieser Zeit einiges in den Tanzsälen der Republik erlebt und hat vielen Menschen von Grund auf das Tanzen beigebracht. Nach einigen Stationen auf diesem Weg ist er jetzt bereits seit 2016 in der Marburger Tanzschule Henseling angestellt und hat sich dort als feste Stütze der Tanzschule bewährt.

Der mittlerweile 63-jährige gebürtige Soester absolvierte in seiner Heimatstadt zunächst als 16-Jähriger im Jahr 1975 als Schüler seinen ersten Tanzkurs. Danach machte er dort weiter als „Gastherr“ sowie als Discjockey. Als er noch ein Oberstufenschüler war, bat ihn eine Tanzlehrerin darum, die „Ehepaar-Kurse“ als Leiter zu übernehmen. Und siehe da: Seine pädagogische Ader war erkannt. Entgegen des Wunsches seiner Eltern, erstmal „etwas Vernünftiges“ zu lernen, beschloss Peperzak dann gleich nach dem Abitur eine Ausbildung zum Tanzlehrer zu absolvieren. Diese führte ihn dann nach Gütersloh und Köln. Zudem lernte er bei den Profi-Tänzern Helga und Gerd Weissenberg Turniertänzer bis zu B-Klasse zu betreuen.

Und auch, wenn er selber als Turniertänzer nicht unerfolgreich war, lag sein Schwerpunkt auf dem Job des Tanzlehrers. Seitdem er die Ausbildung zum Tanzlehrer im Jahr 1982 erfolgreich beendet hatte, war er seitdem bis heute ununterbrochen damit beschäftigt. Seine kleine „Reise durch Deutschland“ führte ihn dabei von Köln über Heilbronn, Soest, Hilden Baden-Baden, Bühl und Karlsruhe bis nach Marburg. „Mir macht besonders die Vermittlung von Spaß am Tanzen Spaß“, berichtete Peperzak im Gespräch mit der OP.

Linedance statt Boogie-Woogie

In seinen 40 Jahren als Tanzlehrer, für die er jetzt bei der Mitgliederversammlung des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrer-Verbandes geehrt wurde, hat er viele Tanztrends miterlebt. Zum Start seiner Karriere Anfang der 80er Jahre schwappte die „Neue Deutsche Welle“ musikalisch auch in die Tanzschulen hinüber. „Damals wurde viel Boogie-Woogie und Rock’n’Roll getanzt“, erinnert er sich. Zudem seien die 80er Jahre rund um das „Saturday Night Fever“ auch die Blütezeit der Disco-Ära gewesen.

Über den Kontakt mit Argentiniern erlernte er in den 80er Jahren aber auch den „Tango Argentino“. Und die Südamerikaner verpassten ihm auch den Spitznamen „Pepi“, den er bis heute trägt.

Und welche Tanzmusik-Trends sind heute aktuell in der Tanzschule? Da nennt Pepi spontan den „Line Dance“, der von der Countrymusik inspiriert sei. „Ansonsten lege ich Musik von den 70er Jahren bis zu aktuellen Titeln auf“, berichtet er. Er wolle seinen Tanzschülern beibringen, dass sie heraushören können, welchen Tanz sie zu einem Song tanzen können, wenn sie ihn im Radio hören.

In der Tanzschule Henseling ist Pepi jedenfalls der Spezialist für die Grundkurse und ansonsten ein absoluter Allrounder. So leitet er neben seinen normalen Kursen unter anderem auch Workshops für Tänze aus der Zeit um 1900, 1920 und 1950, sowie den Disco-Fox-Club und den Rock’n’Roll-Club. Zudem gibt er auch Tanzkurse im Kerstinheim und ist ein Spezialist für Mini-Shows von Hochzeitspaaren ohne große Vorkenntnisse sowie Showtanzteams.

Von Manfred Hitzeroth