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Marburg Die süße Erdbeer-Zeit ist da
Marburg Die süße Erdbeer-Zeit ist da
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09:50 22.06.2020
Vom Erdbeerfeld direkt in den Mund: Auf dem Biohof der Familie Plitt in Lohra-Damm ist das möglich, wie die neunjährige Sina-Marie Pfeifer demonstriert.
Vom Erdbeerfeld direkt in den Mund: Auf dem Biohof der Familie Plitt in Lohra-Damm ist das möglich, wie die neunjährige Sina-Marie Pfeifer demonstriert. Quelle: Peter Piplies
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Marburg

Sie sind die erste heimische Frucht nach dem Winter. Und sie enthalten mehr Vitamin C als Orangen oder Zitronen. Die Rede ist von der Erdbeere.

Viele Menschen bauen die süße Beerenfrucht daheim im Garten an und ernten in diesem Tagen bereits. Wer kein Erdbeerbeet besitzt, aber trotzdem gern selbst pflücken würde, kann sich im Landkreis auf fünf Feldern mit der süßen roten Frucht eindecken.

Doch bis die roten Beeren gepflückt und je nach Geschmack zu Marmelade oder Erdbeerwein verarbeitet, auf einen Kuchen gelegt oder mit Quark und Milch genossen werden können, sind viele Stunden Arbeit nötig. So wie bei Familie Plitt , die Caspersch Biohof in Lohra-Damm betreibt und die süßen Früchte seit 2005 anbaut.

Aktuell wachsen auf etwa zweieinhalb Hektar 60.000 Erdbeerpflanzen. Der Biohof nutzt für den Anbau die so genannten Frigopflanzen - das sind Setzlinge, die im Herbst von den Mutterpflanzen gewonnen werden und den Winter in einem Kühlhaus verbringen. Gepflanzt wird dann im April und Mai des Folgejahres, erklärt Juniorchef Johannes Plitt.

Die Pflanzen werden regelmäßig gehackt und gejätet. Doch erst in den beiden darauf folgenden Jahren können große Früchte an den Pflanzen geerntet werden.

Wenn die maschinelle Unkrautbekämpfung nicht mehr möglich ist, weil die Erdbeerpflanzen zu groß geworden sind, muss von Hand gehackt und gejätet werden. Noch bevor die Früchte ausreifen und sich zur Erde neigen, wird der Boden mit Stroh ausgelegt. Das schützt die Erdbeeren vor Schimmelbildung und die Schuhe der Pflücker vor Schmutz. Bleibt der Regen im Frühling aus, müssen die Flachwurzler intensiv gewässert werden, berichtet der Juniorchef. Je nach Witterung investiert die Familie Plitt pro Hektar Erdbeerpflanzen 300 bis 1000 Arbeitsstunden. Das funktioniere nur, wenn alle Familienmitglieder, die Angestellten und die Saisonkräfte mit anpacken, erklärt Peter Plitt.

Tipp von den Profis: Beim Pflücken der Früchte die Erdbeeren am Stängel halten und ziehen, damit die empfindlichen Beeren keine Druckstellen bekommen.

ERDBEERFELDER:

Damm – Biohof Caspersch: Fronhäuser Straße 12, Telefon 06426/7866.

Bio-Erdbeeren für Selbstpflücker. Aktuelle Auskünfte gibt‘s am Telefon.

Leidenhofen – Laggels Bio-Erdbeeren: Feld am Ortseingang, Telefon 06424/9210194.

Die Pflückzeiten gibt‘s täglich auf dem Anrufbeantworter unter obenstehender Nummer.

Dagobertshausen – Feld des Hofguts Dagobertshausen: Feld an der Straße zwischen Elnhausen und Dagobertshausen.

Niederasphe – Kochs Erdbeeranlagen: Feld bei Niederasphe, Telefon 06423/9690470.

 Infos zu den Öffnungszeiten gibt‘s täglich auf dem Anrufbeantworter.

Speckswinkel – Obstanbau Geißel: Birkenstraße 8, Telefon 06692/1570.

Aktuelle Infos zu den Öffnungszeiten gibt‘s täglich am Telefon.

von Carina Becker und Peter Piplies