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Marburg Katzen-Stars im Leo-Look
Marburg Katzen-Stars im Leo-Look
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21:27 24.06.2022
Die 3_bengalitos
Die 3_bengalitos Quelle: Privatfoto
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Marburg

Leise schnurrend schleicht Kater „Bacardi“ Richtung Laufrad. Bevor er geschmeidig ins Rad klettert, neigt er sein Köpfchen und blinzelt in die Kamera, die jede seiner Bewegung filmt. Bacardi weiß eben, was seine Follower sehen wollen. Der Kater im Leo-Look ist ein Internetstar. Täglich klicken Tausende Menschen in den tierischen Instagram Account „3_bengalitos“, um „Bacardi“ und seinen Brüdern „Zazu“ und „Simba“ im Netz folgen.

Katzen als Influencer

Die drei sind sogenannte Petfluencer. „Kooperationspartner stellen uns Spielzeug für Katzen, Kratzbäume oder Futter zur Verfügung. Geld bekommen wir dafür nicht, dafür sind wir wohl noch zu klein“, erklärt Katzenmutter Nicole Flack (42).

Petfluencer

Influencer nennt man Personen, die meist durch Social Media bekannt geworden sind und auf diesen Plattformen Werbung für bestimmte Koorperationspartner machen und damit ihr Geld verdienen. Oftmals stecken bekannte Firmen und Marken dahinter, die ihre Produkte durch das sogenannte Influencer-Marketing an den Mann oder die Frau bringen wollen. Der Begriff Petfluencer ist eine Verschmelzung der Worte Influencer und des Wortes „Pet“, was aus dem Englischen übersetzt Haustier bedeutet. Petfluencer sind also Personen, die aufgrund ihrer Haustiere, die sie auf den Sozialen Medien zeigen, Bekanntheit und Kooperationen erlangen. Der erfolgreichste Petfluencer ist Jiff Pom, ein Zwergspitz aus den USA. Ihm folgen mehr als 10,1 Millionen Menschen weltweit.

Aber Katzen als Petfluencer? „Eine Freundin von uns macht das mit ihren Tieren schon länger. Sie brachte uns auf die Idee, das auch mit unseren Katzen zu machen“, sagt Flack. Während der Pandemie hatten sie und ihr Mann dann genug Zeit, einen Account zu erstellen. Bis zu vier Stunden täglich sitzt Flack nun an Posts, beantwortet Mails. Ehemann Alexander (42) setzt die Katzen derweil in Szene. Das Wohnzimmer ist längst auch Foto-Studio. Auf Körbchen und Kratzbaum sind Kameras gerichtet, alles ist perfekt ausgeleuchtet. „Wir müssen unseren Followern schon etwas bieten. Einfach nur ein Bild hochladen, reicht da nicht mehr“, sagt Nicole Flack. „Der Algorithmus von Instagram kann da sehr gemein sein.“

Bengalkatzen: Ein Rassenporträt

Die Bengalkatze ist eine Kreuzung aus der asiatischen wilden Leopardenkatze und einer kurzhaarigen Hauskatze. Entstanden daraus ist eine Leoparden-gemusterte, energetische Hauskatze. Bengalen zählen zu den aktivsten Katzenrassen überhaupt und bleiben bis ins hohe Alter agil. Sie unterhalten sich zudem gerne mit ihren Menschen und brauchen ausreichend Beschäftigung. Ist diese nicht gegeben, neigen die Katzen dazu, verhaltensauffällig zu werden. Ihrer hohen Intelligenz und Neugier ist zu verdanken, dass diese Katzenrasse sich trainieren lässt. Mit ausreichender Übung kann die Bengalkatze sogar apportieren.

In ihren Posts leiht Flack ihren Bengalkatzen ihre Stimme. Dann berichtet sie aus Katzensicht, was so läuft bei den drei Brüdern. Und da geht es meist hoch her. „Bacardi etwa ist wie ein Pitbull, der hat vor nichts Angst.“ Zazu hingegen sei ziemlich schlau. „Er kann sogar eine Klingel läuten, wenn er ein Leckerchen möchte“, sagt Flack mit sichtlichem Stolz. Und Simba. Der mag es eher gemütlich.

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Täglich trainieren die Flacks mit ihren Bengalkatzen. „Die brauchen viel Beschäftigung. Die Jungs können sogar Sitz und Pfötchen geben“, erklärt Flack nicht minder Stolz. Den Followern jedenfalls scheint es offenbar zu gefallen.

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Von Larissa Pitzen