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Marburg Der Wohnungsmarkt zum Semesterstart
Marburg Der Wohnungsmarkt zum Semesterstart
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09:13 15.04.2019
Das Studentenwohnheim in der Gutenbergstraße ist bereits bezogen. Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Üblicherweise geht im Sommersemester an der Marburger Universität alles etwas ruhiger an, weil sehr viel weniger neue Erstsemester kommen als zu Beginn des Winterhalbjahrs. Das wirkt sich auch in Sachen Wohnheimplätze aus, wie Studentenwerks-Sprecherin Franziska Busch der OP auf ­Anfrage erläuterte.

Zwar seien derzeit alle Wohnheimplätze ausgebucht, und erst ab dem 1. Juni haben Bewerber um einen Platz wieder eine Chance. Aber trotzdem sieht die Leitung des Studentenwerks es nicht als notwendig an, die in den Wintersemestern zum Standard gehörenden Notquartiere einzurichten.

Der Wohnbetrieb im neuen Wohnheim an der Guten­bergstraße läuft ­bereits seit einiger Zeit. Mittlerweile wird auch das Baufeld vorbereitet für eines der nächsten Projekte des Studentenwerks: den Bau eines neuen Wohnheims am Hermann-Jacobsohn-Weg, wo sich früher das Sprachatlas-Gebäude befand.

Einige Anfragen gibt es von Studierenden, die Interesse daran haben, an dem Programm „Wohnen für Hilfe“ teilzunehmen. Dieses beruht darauf, dass Bürger Studenten in ihrem Haus mitwohnen lassen und zwar ­gegen eine kontinuierliche Hilfe im Alltag. „Das kann beispielsweise daran bestehen, dass eine ältere­ Frau Hilfe­ beim Rasenmähen, Einkaufen bekommt“, berichtet Frederik Brauner, der das Programm des Studentenwerks betreut.

In einem anderen aktuellen Fall wohnt ein Student in einem Marburger Stadtteil in deiner Wohnung mit und erteilt dafür einem jungen Mann aus Afghanistan Deutschunterricht.

Als Faustregel für die Idee „Wohnen gegen Hilfe“ gilt, dass pro Quadratmeter Wohnfläche eine Stunde Arbeit pro Monat verrechnet werden kann, und dass die studentischen „Mitbewohner“ die Mietnebenkosten zahlen.

Natürlich können die Projektpartner auch in beiderseitigem Einverständnis von diesem Mustervertrag abweichen. Wie gut das Ganze jeweils läuft, das wird vom Studentenwerk nicht überwacht. „Wir sind nur für die Vermittlung zuständig“, erläutert Brauner. Aktuell suchen rund 15 Studierende eine Wohnung über „Wohnen für Hilfe“, und es gibt rund fünf Angebote.

Diese betreffen allerdings vor allem Wohnungen außerhalb Marburgs. Gesucht werden aber vor allem noch Interessenten mit einer Wohnung in der Kernstadt Marburg oder im Stadtbusbereich.

WOHNEN FÜR HILFE

Information über "Wohnen für Hilfe!" geben Franziska Busch und Frederik Brauner, Telefon 06421/296-113, E-Mail: wfh@studentenwerk-marburg.de

von Manfred Hitzeroth