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Marburg Im "Elisabeth" wird wieder gebraut
Marburg Im "Elisabeth" wird wieder gebraut
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09:00 10.11.2019
Mesut Delipalta vor den Kesseln des Elisabeth-Braukellers. Der Gastronom will den Gewölbekeller gegenüber der Elisabethkirche und die darüberliegenden Räumlichkeiten zu neuem Leben erwecken. Quelle: Carsten Beckmann
Marburg

Seit vergangenem Wochenende fließt wieder Marburger Bier in dem Gewölbekeller gegenüber der namensgebenden Elisabethkirche. Der junge Stadtallendorfer Mesut Delipalta betreibt das „Elisabeth“, jenen Betrieb im Steinweg 45, der sich hauptsächlich durch die Brauanlage im Keller auszeichnet.

„Erst mal gibt‘s ein ganz traditionelles Helles“, sagt Delipalta, der von sich sagt, bekennender „Bier-Genusstrinker“ zu sein. Am Konzept hat der 28-Jährige nicht allzu viel geändert – er arbeitet mit der Marburger Grundservice GmbH zusammen, der die Brauanlage gehört und die auch für die Bierherstellung zuständig ist.

Delipalta setzt also zunächst eher auf Tradition als auf den Craftbeer-Boom, der vom Trüffel-Ale bis zum Ananas-IPA täglich neue exotische Kreationen hervorbringt. Eher will der „Elisabeth“-Betreiber neben dem Bier auch gepflegte Cocktails und Weine anbieten – Alternativen also für all jene, die keine ausgesprochenen Biertrinker sind.

Gäste sollen sich neben den Braukesseln wohlfühlen

Gemietet hat der Stadtallendorfer auch die Räume über dem Keller: Wo es in der Vergangenheit einen Restaurantbetrieb gab, ist derzeit die Rezeption der im Gebäude befindlichen Appartments angesiedelt. Perspektivisch will Delipalta dort auch wieder Speisen anbieten, er denkt an „mediterran-deutsche Küche“. Und für die Appartmentgäste soll es ein Frühstücksangebot geben.

Das Eck-Ladenlokal, in dem früher eine Buchhandlung untergebracht war, wird gleich mitrenoviert – wenn schon, denn schon. Doch die Bewirtschaftung dieser Räume ist für den Betreiber des „Elisabeth“ ein „Fernziel“, fürs Erste will Delipalta, dass sich seine Gäste neben den Braukesseln wohlfühlen.

Die Eröffnung kommt offenbar zum richtigen Zeitpunkt: „Ich habe schon viele Reservierungen für Weihnachtsfeiern“, freut sich Delipalta, der künftig neben dem regulären Betrieb unterschiedliche Events anbieten will. Dass er mit dem Einstieg ins Marburger Gastronomiegewerbe durchaus ein Risiko eingeht, ist dem frischgebackenen Schankwirt bewusst. „Aber ich liebe diesen Beruf, ich mag es, Gäste zu bewirten.“

von Carsten Beckmann