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Marburg Ohne Sanierung droht Herberge das Aus
Marburg Ohne Sanierung droht Herberge das Aus
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12:00 20.08.2019
Um das Aussehen, gar um die Zukunft der Jugendherberge in Weidenhausen ist eine Debatte entbrannt.  Quelle: Tobias Hirsch
Marburg

Der Jugendherberge am Trojedamm droht perspektivisch die Schließung. Wenn Abriss und Neubau nicht noch in diesem Jahr beginnen könnten, in der Folge zugesagte Fördergelder des Bundes in Höhe von 350.000 bis 700.000 Euro verfielen, werde man „vorrangig den Investitionsstau in anderen Einrichtungen angehen“, sagt Timo Neumann, Geschäftsführer der Deutschen Jugendherbergen Hessen (DJH).

Das würde auch das Aus für die ab Neu-Eröffnung – angepeilt ist Sommer 2021 – vorgesehenen 20 Arbeitsplätze im Tourismussektor bedeuten. „Das ist, Stand jetzt, leider ein absolut reales Szenario und eines, das wir dringend vermeiden wollen“, heißt es vom Investor auf OP-Anfrage im Nachgang der Gestaltungsbeiratssitzung vergangene Woche.

Planungstreffen aller Projektbeteiligten im Rathaus

Das Gremium, bestehend aus auswärtigen Architekten und Stadtplanern, kritisiert den aktuellen Entwurf ebenso massiv wie der Denkmalbeirat. Die Rede ist von „Bunker“, „Trutzburg“, „Kaserne“, „x-beliebigem Gebäude“. Investor wehrt sich, sieht im Entwurf ein „ordentliches Haus, keine Kaschemme“.

Doch um für den Investor den Zeitplan zu retten und gleichsam seitens der Stadt konkrete architektonische Anforderungen – etwa Baumaterialien und Fassadengestaltung – an den Bauherren zu formulieren, wird es in dieser Woche ein Planungstreffen aller Projektbeteiligten im Rathaus geben. DJH argumentierte zuletzt bezüglich der konventionellen Fassadengestaltung vor allem mit Geldmangel, mit dem Vorrang, inhaltlicher, pädagogischer Arbeit im Inneren vor äußerer Schönheit.     

von Björn Wisker