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Marburg Tag der Arbeit: Demos am 1. Mai
Marburg Tag der Arbeit: Demos am 1. Mai
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16:50 30.04.2019
Dr. Ulf Immelt (von links, Gewerkschaftssekretär), Pit Metz (DGB-Kreisvorsitzender), Marianne Winter (GEW), Ralf Schrader (Friedensinitiative) und Julia Flechtner (Jugendbildungsreferentin des DGB Mittelhessen) wollen auf die Straße gehen. Quelle: Heinz-Dieter Henkel
Marburg

„Es läuft etwas schief in Europa“, sagt der Marburger DGB Gewerkschaftssekretär Dr. Ulf Immelt mit Blick auf die seiner Meinung nach noch immer nicht überstandene Banken- und Schuldenkriese und begründet so das Motto des diesjährigen Maifeiertags. Europaweit 21 Millionen Arbeitslose und eine bis zu 50-prozentige Jugendarbeitslosigkeit beispielsweise in Griechenland sorgten dafür, dass rund ein Viertel aller EU-Bürger von Armut bedroht seien.

Insbesondere der Niedriglohnsektor in der Bundesrepublik, in dem laut DGB derzeit neun Millionen Arbeitnehmer tätig sind, habe Auswirkungen auf das gesamte Europa. Hier müsse etwas getan werden, um mehr soziale Gerechtigkeit in einem vom Rechtspopulismus einerseits und Neoliberalismus andererseits bedrohten Europa zu erreichen.

Die Jugend wolle ganz vorne mitmarschieren und Solidarität demonstrieren, verspricht die Jugendbildungsreferentin des DGB-Mittelhessen, Julia Flechtner. Ihre Forderungen sind ein starkes Berufsbildungsgesetz mit Übernahme aller Auszubildenden sowie Besserstellung der studentischen Hilfskräfte. Sie tritt aber auch für ein Werbeverbot der Bundeswehr bei Ausbildungsveranstaltungen ein.

Forderung: Mehr Ausgaben für die Bildung 

Marianne Winter für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im Kreisvorstand des DGB Marburg fordert mehr Ausgaben für die Bildung. Sie bemängelt zu große Klassen und eine zu hohe Unterrichtsverpflichtung für die Lehrer, sodass zu wenig Zeit für die Kinder übrigbleibe. Darüber hinaus sollten die Grundschullehrer ihren Kollegen finanziell gleichgestellt werden.

Auch die Marburger Friedensinitiative wird sich an der Demonstration beteiligen, verspricht Ralf Schrader. Er ist ­einer der örtlichen Sprecher der Initiative. Ihre Forderungen: „Frieden schaffen, Abrüsten statt Aufrüsten und eine neue Entspannungspolitik der Bundesregierung.“

Die Demonstration des DGB zum 1. Mai startet um 11 Uhr am Gewerkschaftshaus in der Bahnhofstraße und endet mit einer Kundgebung um 12.30 Uhr auf dem Marktplatz. Mairedner dort wird der DGB-Kreisvorsitzende Pit Metz sein. Im Rahmenprogramm gibt es ein Familienfest mit Hüpfburg und Livemusik von der Band: „Dunja & Chicken Sharks“.

Bereits am Vorabend tritt in einer „Vormaifeier“ der politische Liedermacher Kai Degenhardt ab 19 Uhr in der Waggonhalle in Marburg auf. Der Eintritt für diese Veranstaltung ist frei.

von Heinz-Dieter Henkel