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Marburg Das wünschen sich die Menschen des Landkreises
Marburg Das wünschen sich die Menschen des Landkreises
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20:23 15.01.2020
Glück und Gesundheit – das wünschen sich persönlich alle OP-Leser. Aber viele beschäftigten sich mit Themen der Region vom Straßenbau bis Klimaschutz. Quelle: Thorsten Richter
Marburg

500 OP-Leser haben über die Digital-Kanäle­ oder das gedruckte Zeitungs-Formular mitgeteilt, was ihnen für das laufende Jahr wichtig ist. Fast alle wünschen sich, der Familie und Freunden Gesundheit und Glück – aber vielen geht es um mehr als Persönliches, sie setzen sich mit gesellschaftlichen Anliegen in der gesamten Region – von dem Für und Wider der A 49 bis zum Landarztmangel – auseinander.

So beschäftigen Rudolf Lehr aus dem Ebsdorfergrund vor allem Verkehrsfragen. Er will den Bau von Seilbahnen sowohl auf die Lahnberge als auch zum Pharmastandort Behringwerke. Die Busse sollten kostenlos nutzbar sein, ein Parkplatzausbau mit moderaten Tages-Nutzungs-Gebühren sei am Afföller und Am Krekel nötig. „Die Politik muss zukunftsorientiert handeln“, schreibt er. Verkehr ist auch im Fokus vieler anderer, etwa von Gottfried Löwer aus Mellnau. Er listet eine konkrete Behringtunnel-Planung – also eine Straßenverbindung vom Pharmastandort und Stadtautobahn – in seinen Wünschen auf. Ebenso äußert sich Bernd Michel aus der Marbach: „Behringtunnel sofort!“ Für Uta Mattes aus der Hansenhaussiedlung ist Straßensanierung eines der zentralen Anliegen. Denn: „Schlaglöcher stören Auto- und Radfahrer gleichermaßen.“

"Da muss auch Marburg mehr tun"

Für die Forderung nach ­einem „zügigen Weiterbau“ der A 49 bis Stadtallendorf sprechen sich unter anderen Bernd Deubel aus Kleinseelheim und Renate Weitzel aus Stadtallendorf aus. Ganz gegensätzlich die Meinungen etwa von Petra Leinweber aus Gladenbach, die Straßenneubau verhindern will, um „die schöne Natur in unserer Region zu erhalten“. Der Klimaschutz – er ist auch für Maria Ott aus der Oberstadt, Getrud Pega aus dem Campusviertel und Herbert Emde vom Ortenberg das wichtigste Thema und die zentrale Forderung: „Da muss auch Marburg mehr tun“, schreibt etwa Emde.

Direkt mit dem Klimaschutz ist für viele – nicht nur für Rad-Aktivisten wie Dr. Ulrich Schuh und Johannes M. Becker – das Thema Radfahrern und Radwege verbunden. So fordert Kerstin Winkel vom Ortenberg eine „sichere Verkehrsführung für Radfahrer“ und Susanne Waldmann aus Großseelheim will einen Fahrradweg von der Stadt auf die Lahnberge und eine „professionelle Verkehrsstudie, die auch das Hinterland einbezieht“. Dass Menschen „überlegter konsumieren“ ist im Klima-Zusammenhang indes für Lea Feldpausch aus Stadtallendorf wichtig.

"Mit Krankheit Geld verdienen ist unseriös"

Der Ruf nach mehr Personal am Universitätsklinikum kommt nicht nur von Gisela Müller aus Caldern. Ähnlich äußern sich auch Mechthild Anders aus Cappel und Marianne Posch aus Kirchhain, die eine „bessere Situation für die Mitarbeiter und damit für die Patienten“ fordern. Auch Dorothea Micke beschäftigt die Situation auf den Lahnbergen, sie verlangt „Respekt und faire Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter in Pflegeberufen“. Nicht nur im Pflegebetrieb am Klinikum, sondern grundsätzlich müsse „mehr für ältere Menschen getan“ werden, meint Hannelore Brössel aus Wetter. Amélie Methner aus dem Stadtwald geht noch einige Schritte weiter: Eine Rückabwicklung der Privatisierung des UKGM steht bei ihr ganz oben auf der Wunschliste für 2020 – womit sie nicht ganz alleine ist. Hans Dieter Heiders aus Kirchhain fordert das ebenfalls: „Mit Krankheit Geld verdienen ist unseriös“, schreibt er.

Eine schnelle Reparatur und Wiedereröffnung des Aquamars ist ein Anliegen von Dutzenden OP-Lesern, die an der Umfrage, die zwischen Heiligabend und Freitag, 10. Januar, lief, teilgenommen haben. Eine von den Aquamar-Fans ist Sylvia Gröb aus Cölbe, die sich neben einem „funktionierenden Schwimmbad“ vor allem mehr Klimaschutz-Bemühungen wünscht.

von Björn Wisker