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Marburg Emilia und Paul sind ganz vorne
Marburg Emilia und Paul sind ganz vorne
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16:00 05.01.2022
Babys auf einer Neugeborenenstation. Die beliebtesten Vornamen waren laut Marburger Standesamt im vergangenen Jahr Emilia und Paul.
Babys auf einer Neugeborenenstation. Die beliebtesten Vornamen waren laut Marburger Standesamt im vergangenen Jahr Emilia und Paul. Quelle: Waltraud Grubitzsch
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Marburg

Emilia und Paul sind aktuell die beliebtesten Babynamen in Marburg. Das geht aus einer Statistik des Marburger Standesamtes hervor, die die Pressestelle der Stadt der OP auf Anfrage zur Verfügung gestellt hat. Demnach wurden beim Marburger Standesamt im vergangenen Jahr die Geburten von 33 Mädchen beurkundet, die den ersten Vornamen Emilia trugen. 23 neugeborene Jungen erhielten den ersten Vornamen Paul. Auf den weiteren Plätzen folgen bei den Mädchen Lina und Mia (jeweils 18) sowie Emma und Frieda (jeweils 15), bei den Knaben Ben und Noah (jeweils 19) sowie Elias (17) und Theo (16).

Zu den 33 Emilias kommen noch acht Mädchen hinzu, die mit zweitem Vornamen so heißen. Klarer Sieger bei den weiblichen Zweit-Vornamen ist aber Sophie (31), hinzukommen noch fünf Mädchen mit Zweitnamen Sofie und drei mit Zweitnamen Sophia. Marie (19) und Maria (13) sind als Zweitnamen ebenfalls beliebt, gefolgt von Elisabeth (11) und Katharina (9). Auch bei den männlichen Zweitnamen lieben es die heimischen Eltern klassisch und biblisch: Elias (14) wird von Alexander und Emil (jeweils 9) sowie Karl (7) gefolgt.

Emilia und Lina lagen beim Marburger Standesamt bereits im Vorjahr an der Spitze, damals allerdings gleichauf mit jeweils 19 Neugeborenen. Auch Emma (17) und Mia (13) waren da bereits unter den beliebtesten zehn Mädchennamen. Bei den Jungen war im vergangenen Jahr noch Ben (19) auf Platz eins, gefolgt von Anton und Felix (jeweils 17) – Paul kam damals nur auf Rang vier (16).

Emilia ist bundesweit beliebt, Greta steigt weiter ab

Auch in Hessen und bundesweit ist Emilia der beliebteste Mädchenname. Der Name ist neuer Spitzenreiter im Ranking des Hobby-Namensforschers Knud Bielefeld, das vergangene Woche veröffentlicht wurde. In seiner Auswertung folgen die Mädchennamen Hannah, Mia, Emma und Sophia. Bei den Jungen sieht die Hitliste bundesweit anders aus als in Marburg: Laut Bielefeld ist dort Matteo auf dem Spitzenplatz – in Marburg kommt der Name dagegen nur auf Rang zehn der männlichen Erstnamen (12 Neugeborene, außerdem 2 mit Zweitnamen). In Bielefelds Auswertung folgen die Namen Noah, Leon, Finn und Elias – der Marburger Favorit Paul liegt in seinem Ranking nur auf Platz 6. Noah ist demnach Spitzenreiter in Hessen.

Emilia sei über die Jahre ganz langsam, aber stetig nach oben geklettert, sagte Bielefeld der Deutschen Presse-Agentur. „Matteo dagegen ist sehr steil bergauf gegangen. Der war vor zwei Jahren noch nicht einmal Top Ten und jetzt schon auf der Nummer 1.“ Klarer Absteiger ist dagegen weiterhin der Name Greta. „Im vorletzten Jahr war er noch auf Platz 30 und auch die Jahre davor so ungefähr. Er ist letztes Jahr auf Platz 130 gestürzt und dieses Jahr ging es noch weiter bergab. Greta ist nur noch auf Platz 200.“ In Marburg wurde im vergangenen Jahr nach Angaben der Stadt nur ein Mädchen mit erstem Vornamen Greta genannt.

Bielefeld hat eigenen Angaben zufolge rund 230 000 Geburtsmeldungen erfasst. Das entspricht etwa 30 Prozent der in Deutschland geborenen Babys.

Auch die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) erstellt jährlich eine Vornamen-Hitliste, die nach ihren Angaben 90 Prozent der Namenseintragungen erfasst, allerdings erst im Frühjahr veröffentlicht wird.

Individuelle Vornamen von Abel bis Quinn

In der Statistik des Marburger Standesamtes sind nicht nur Neugeborene von Eltern aus Marburg enthalten, sondern auch Kinder aus anderen Orten, die in Marburg auf dem Standesamt angemeldet wurden. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2 553 Neugeborene im Standesamt in Marburg beurkundet, 2020 waren es 2 260 Neugeborene gewesen, wie die Pressesprecherin der Stadt, Birgit Heimrich, mitteilte.

Die Auflistung des Standesamtes zeigt auch, dass viele Eltern sehr individuelle Vornamen wählen. Im vergangenen Jahr wurden für die in Marburg beurkundeten Neugeborenen mehr als 1 000 verschiedene Vornamen erfasst. Fast 800 erste Vornamen aus der Liste wurden jeweils nur einem Baby gegeben. Darunter sind Namen aus der Bibel und der antiken Mythologie wie Abel, Abigail, Flora, Nikodemus, Thalia und Tiberius, Namen aus anderen Sprachen wie Abdul, Etienne, Dilek oder Quinn, kreative Namensformen wie Elijah, Emiliana oder Isabella-Rosa, extravagante Namen wie Precious und Rio, aber auch alte deutsche Namen wie Kaspar und Käthe.

Die Top Ten der Babynamen

2 553 Neugeborene wurden im vergangenen Jahr beim Marburger Standesamt registriert. Davon haben 1 642 nur einen Vornamen, 861 zwei Vornamen und 50 drei Vornamen. Die Namensvielfalt ist groß: Sowohl bei Mädchen als auch bei Jungen wurden mehr als 500 unterschiedliche Vornamen eingetragen, wenn man die verschiedenen Formen und Schreibweisen von Namen (wie zum Beispiel Leo und Leon, Frieda und Frida) einzeln zählt.

Die häufigsten zehn Erst-Vornamen bei Mädchen sind:

1. Emilia (33 Neugeborene)

2. Lina (18)

3. Mia (18)

4. Emma (15)

5. Frieda (15)

6. Ella (14)

7. Leni (13)

8. Mila (13)

9. Sophia (13)

10. Charlotte (12)

Die häufigsten zehn Erst-Vornamen bei Jungen sind:

1. Paul (23)

2. Ben (19)

3. Noah (19)

4. Elias (17)

5. Theo (16)

6. Anton (15)

7. Jonas (15)

8. Leo (15)

9. Emil (14)

10. Leon (14)

Von Stefan Dietrich