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Marburg Das sind Marburgs Christkinder
Marburg Das sind Marburgs Christkinder
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19:44 26.12.2019
Die kleine Mina mit Mama Anke und Papa Marco Thomas sowie ihren Brüdern Ben (13) und Alex (10). Das kleine Weihnachtswunder kam Heiligabend um 22.11 Uhr auf die Welt. Quelle: Nadine Weigel
Marburg

Für Ben und Alex war es wohl das ­aufregendste Weihnachtsfest ihres Lebens. „Ich konnte die letzten Nächte gar nicht schlafen“, erzählt der 13-jährige Ben und erntet zustimmendes Nicken seines jüngeren Bruders. Die beiden stehen am Bett ihrer Mutter ­Anke in Zimmer acht der Geburts­hilfe­station am UKGM und blicken liebevoll auf das kleine Bündel, das Mutter Anke in ihren Armen hält. Wenige Stunden zuvor, am Heiligabend um 22.11 Uhr, wurde ihre kleine Schwester Mina endlich geboren.

Ben und Alex fieberten dem Ganzen bei den Großeltern entgegen. „Kurz nach der Bescherung haben wir dann die Whats­app bekommen, dass wir eine kleine Schwester haben“, sagt Ben und strahlt. Endlich. Denn eigentlich hätte Mina schon am 12. Dezember kommen sollen. „Aber sie wollte wohl ein kleines Christkind werden“, sagt die 39-jährige Ergotherapeutin, die in den letzten Tagen zugegebenermaßen schon ein bisschen genervt war von den ständigen Anfragen, ob das Kind denn nicht endlich da sei. Für sie und ihren Mann Marco war die Vorweihnachtszeit somit ein nervenaufreibendes Warten. Für die Brüder auch.

Ben war Heiligabend beim Krippenspiel in der Kirche in Kleinseelheim für die Beleuchtung zuständig. „Mich haben gefühlt 100 Leute gefragt, ob das Kind nicht endlich da ­wäre“, ­erinnert sich der 13-Jährige. Dass ihre Tochter nun an Heiligabend geboren wurde, empfinden die Eltern als etwas besonderes – obwohl sie nicht super religiös sind. Die gesamte Familie ist sich einig: die kleine Mina ist das schönste Weihnachtsgeschenk überhaupt.

Fünf kleine Weihnachtswunder wurden Heiligabend am UKGM geboren. Wir stellen drei weitere vor:

Für Ewelina und Riccardo di Giovanni ist der kleine Leonardo ein Geschenk Gottes. Die beiden gläubigen Katholiken aus Stadtallendorf haben auch ein paar Tage länger als geplant auf den Kleinen gewartet. Dass sich Leonardo aber nun ausgerechnet den Heiligabend als Geburtstermin ausgesucht hat, empfinden der 25-jährige Vater und die 29-jährige Mutter als wunderbar. Denn nicht nur, dass es der Geburtstag Jesu ist, in Italien ist der 24. Dezember auch der Tag ­„Santa Eva“ - der Namenstag von Eva (und Adam). Das empfindet Mama Ewelina (polnisch für Eva) als besonderen Wink des Schicksals. Leonardo erblickte um 17.31 Uhr das Licht der Welt mit einer Größe von 53 cm und einem Gewicht von 3 645 Gramm.

Sophie wurde um 1.17 Uhr von Mama Manuela Riedel geboren. Papa Peter kam gerade noch rechtzeitig aus Angelburg angefahren, so schnell ging es dann plötzlich. Sophie ist das erste Kind der Verkäuferin und des Maschinenbedieners und war bei Geburt 2 850 Gramm schwer und 49 cm groß.

Die kleine Mehani ist mit ihren 58 cm und 4 390 Gramm ein weihnachtlicher Wonneproppen. Für Mama Adiam ist sie ein Geschenk Gottes. Die 29-Jährige ist orthodoxe Christin und aus Eritrea geflohen. Sie lebt in der Erstaufnahmeeinrichtung in Neustadt. 

von Nadine Weigel