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Marburg Landestheater zeigt „Tagebuch der Anne Frank“
Marburg Landestheater zeigt „Tagebuch der Anne Frank“
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09:00 03.11.2019
Das Foto zeigt eine Szene aus „Das Tagebuch der Anne Frank“ mit Mechthild Grabner (von links), Valentina Schüler und Franziska Knetsch. Quelle: Jan Bosch
Marburg

Anne Frank war ein deutsch-jüdisches Mädchen, das 1934 mit seiner Familie in die Niederlande auswanderte, um der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen. Doch die Nazis holten sie ein. Am 10. Mai 1940 überfiel die deutsche Wehrmacht die neutralen Niederlande. Die Lage für die Juden in den Niederlanden wurde danach von Tag zu Tag schlimmer. Ab Juli 1942 lebte Anne Frank versteckt in einem Hinterhaus in Amsterdam.

Ihr Tagebuch, in dem sie Gedanken, Erlebnisse, Wünsche, Hoffnungen, Sehnsüchte festhielt, zählt längst zur Weltliteratur. Kurz vor dem Kriegsende fiel Frank dem nationalsozialistischen Holocaust zum Opfer, und so wurde ihr Tagebuch nicht nur ein historisches Dokument aus der Zeit des Holocausts, sondern auch ein ewiges Mahnmal dagegen.

Am Hessischen Landestheater Marburg hat sich nun der polnische Regisseur Tomasz Cymerman dem berühmten Stoff in einer szenischen Lesung mit drei Schauspielerinnen angenähert. „Das Hessische Landestheater Marburg positioniert sich mit diesem Projekt klar für eine würdevolle Erinnerungskultur, in der Hoffnung, dass wir, so wir die Vergangenheit ehrlich erinnern, die Möglichkeit einer menschenfreundlicheren Zukunft eröffnen“, heißt es in der Pressemitteilung des Theaters. Das Stück richtet sich an alle ab 12 Jahren. Es spielen Mechthild Grabner, Franziska Knetsch und Valentina Schüler.

Die Premiere am Sonntag ist ausverkauft. Danach stehen bis zum 20. November sechs Gastspiele auf dem Programm. Die nächste öffentliche Aufführung im Theater am Schwanhof ist am Freitag, 6. Dezember, um 19.30 Uhr.