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Marburg Stadtpolitik fordert Mietendeckel
Marburg Stadtpolitik fordert Mietendeckel
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08:00 05.09.2019
Bei der Entwicklung der Mieten in der Stadt zeichnete sich zuletzt ein Ende des seit Jahren andauernden Steigerungstrends ab. Vom Land Hessen verlangt die Mehrheit des Stadtparlaments trotzdem die Einführung eines Mietendeckels. Quelle: Björn Wisker
Marburg

Das Marburger Stadtparlament fordert in einem Beschluss, dass in der Universitätsstadt ein Mietendeckel eingeführt werden soll. Dazu braucht es ein entsprechendes Gesetz, das aber wiederum nur das Land Hessen beschließen kann.
Sinn des Mietendeckels ist es laut der Links-Fraktion, welche die Initiative in die Stadtverordnetenversammlung brachte, die Mieten in Marburg für einen bestimmten Zeitraum praktisch einzufrieren.

Oberbürger­meister Dr. Thomas Spies (SPD) hält das für ein „­sinnvolles ­Instrument, um Exzessen auf dem Wohnungsmarkt entgegen­zuwirken“. Als Vorbild dient Berlin, wo Anfang dieser Woche ein entsprechendes Gesetz vorgelegt wurde. Vorgesehen sind darin Mietobergrenzen zwischen 5,65 und 9,80 Euro pro Quadratmeter für alle Wohnungen in der Stadt, begrenzt auf 
eine Dauer von fünf Jahren. Hessens schwarz-grüne Landesregierung reagierte zuletzt ablehnend auf solch eine Regelung.

von Björn Wisker

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