Das Marburger Stadtparlament fordert in einem Beschluss, dass in der Universitätsstadt ein Mietendeckel eingeführt werden soll. Dazu braucht es ein entsprechendes Gesetz, das aber wiederum nur das Land Hessen beschließen kann.
Sinn des Mietendeckels ist es laut der Links-Fraktion, welche die Initiative in die Stadtverordnetenversammlung brachte, die Mieten in Marburg für einen bestimmten Zeitraum praktisch einzufrieren.
Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) hält das für ein „sinnvolles Instrument, um Exzessen auf dem Wohnungsmarkt entgegenzuwirken“. Als Vorbild dient Berlin, wo Anfang dieser Woche ein entsprechendes Gesetz vorgelegt wurde. Vorgesehen sind darin Mietobergrenzen zwischen 5,65 und 9,80 Euro pro Quadratmeter für alle Wohnungen in der Stadt, begrenzt auf eine Dauer von fünf Jahren. Hessens schwarz-grüne Landesregierung reagierte zuletzt ablehnend auf solch eine Regelung.
von Björn Wisker
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