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Marburg Sommerliche Revue gegen den Corona-Frust
Marburg Sommerliche Revue gegen den Corona-Frust
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14:58 10.06.2020
Das Hessische Landestheater zeigt in Corona-Zeiten eine Revue im Schlosspark. Das Probenfoto zeigt eine Szene mit Victoria Schmidt und Camil Morariu.  Quelle: Jan Bosch
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Marburg

„Endlich wieder Theater“, jubelt das Hessische Landestheater. Die Intendantinnen Carola Unser und Eva Lange haben ihr Versprechen wahr gemacht und in Corona-Zeiten für die Freilichtbühne im Marburger Schlosspark „Wenn ich mir was wünschen dürfte – eine sommerlich-lichte Revue, die versucht, mit Abstand das Beste draus zu machen“ aus dem Boden gestampft, nachdem das eigentlich geplante große Musical „Hair“ wegen der Corona-Pandemie abgesagt und um ein Jahr verschoben werden musste.

„Wenn ich mir was wünschen dürfte“ hat am Freitag, 12. Juni, um 21 Uhr Premiere unter strengen Corona-Bedingungen. Einlass ist um 20.30 Uhr. Das Landestheater hat gemeinsam mit der Verwaltung des Erwin-Piscator-Hauses, das auch für die Freilichtbühne zuständig ist, einen Corona-Sitzplan entwickelt.

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Wie Theatersprecherin Lisa Hedler der OP mitteilte, dürfen demnach maximal 98 Zuschauer auf den Bänken Platz nehmen. Sie werden auf der riesigen Fläche auf 49 Zonen oder „Raumpositionen“ für je zwei Besucher aus einer Hausgemeinschaft verteilt.

Karten für die Revue gibt es vorerst nur in der Theaterkasse, die seit 1. März in der Straße Neustadt 7 in der Marburger Altstadt untergebracht ist. Das Landestheater will den Kartenkauf so schnell wie möglich auch online ermöglichen. Insgesamt sind bis zum 3. Juli 13 Vorstellungen der Revue geplant.

Getränke und Snacks werden nicht angeboten. Besucher können also einen Picknick-Korb mitbringen. Empfohlen werden ebenso Decken und eigene Sitzkissen, da die der Freilichtbühne aus Hygienegründen nicht ausgegeben werden dürfen. Die Toiletten an der Freilichtbühne sind für Notfälle geöffnet.

Inszeniert wird die Revue „Wenn ich mir was wünschen dürfte“ von Intendantin Carola Unser und Romy Lehmann, am Landestheater „Botschafterin für Kollaboration und Unsinniges“. Es wird viel Musik geben – Songs von Adele, Mariah Carey und Whitney Houston bis zur deutschen Hip-Hop-Formation K.I.Z.

Auf der Bühne stehen wird ein recht großes Ensemble: Mechthild Grabner, Zenzi Huber, Franziska Knetsch, Ben Knop, Camil Morariu, Anna Rausch, Victoria Schmidt und Valentina Schüler wollen den Corona-Frust mit Musik in rund 60 Minuten mit „Verve und Schmackes“ vertreiben, wie es auf der Theater-Homepage heißt. Live begleitet werden sie von Sven Demandt, Christian Keul und Burkhard Mayer, die regelmäßig am Landestheater die Musikstücke begleiten.

Außerdem nimmt das Hessische Landestheater zwei weitere Stücke aus dem Repertoire als Open-Air-Produktionen wieder auf. Das Kinderstück „Der Junge im Rock“ (ab 3 Jahren) wird am Samstag, 13. Juni, um 15 Uhr (Einlass 14.30 Uhr) zum ersten mal Open-Air vor dem Theater am Schwanhof gespielt. Dort sind nach Auskunft von Lisa Hedler maximal 30 Personen zugelassen. Insgesamt sind bis zum 28. Juni vier Vorstellungen geplant. Und auf der Freilichtbühne im Schlosspark gibt es dann noch das spannende Klassenzimmerstück „Deine Helden – meine Träume“ (ab 12 Jahren). Die maximal 18 Besucher werden auf der Bühne platziert. „Meine Helden – deine Träume“ ist dort zum ersten Mal am Samstag, 20. Juni, um 15 Uhr zu sehen. Insgesamt sind fünf Vorstellungen des Stückes von Karen Köhler geplant.

Die Revue „Was ich mir wünschen dürfte“ ist am 12. Juni (Premiere) sowie am 13., 14., 17., 19., 20., 21., 24., 26., 27. und 28. Juni sowie am 1. und 3. Juli jeweils ab 21 Uhr auf der Freilichtbühne zu sehen (Einlass 20.30 Uhr). Karten kosten zwischen 16 und 18 Euro, ermäßigt 9 und 10 Euro.

Von Uwe Badouin

10.06.2020
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