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Marburg DVAG schreibt weiter Rekorde
Marburg DVAG schreibt weiter Rekorde
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08:00 19.03.2020
Andreas Pohl, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Vermögensberatung AG, verkündete am Mittwoch den fünften Rekord-Umsatz in Folge. Quelle: Foto: Stephan Heimann
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Marburg

Es ist für die DVAG das fünfte Rekordjahr in Folge: Der Konzern steigerte im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 19,4 Prozent auf gut 1,87 Milliarden Euro – und erreichte somit erneut „das erfolgreichste Jahr in unserer Firmengeschichte“, wie Vorstandsvorsitzender Andreas Pohl sagt. Er hoffe, diesen Erfolg auch künftig fortschreiben zu können. Dies lasse sich aufgrund der Coronakrise, die sich zu einer Wirtschaftskrise ausgeweitet haben, jedoch nicht prognostizieren.

„Wichtig für uns ist, dass die Deutsche Vermögensberatung mit ihrem bewährten Geschäftsmodell gut aufgestellt ist, um auch diese Herausforderung zu meistern. Denn die persönliche Betreuung durch einen Vermögensberater und ein über viele Jahre entstandenes Vertrauensverhältnis sind für die Kunden gerade in der jetzigen existenziellen Ausnahmesituation durch keine digitale und anonyme Finanzdienstleistung zu ersetzen“, ist sich der Vorstandsvorsitzende sicher.

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3,4 Millionen neue Verträge vermittelt

Nicht nur der Umsatz ist deutlich gewachsen: Auch der Gesamtbestand der betreuten Verträge legte um 4,3 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 214,2 Milliarden Euro zu. Insgesamt habe man 3,4 Millionen neue Verträge vermittelt, teilte der Konzern mit. Entsprechend stieg auch der Jahresüberschuss – von 202 Millionen Euro auf 203,6 Millionen Euro.

Wachstumstreiber waren dabei unter anderem Investmentfonds: Mit einem vermittelten Fondsvolumen in Höhe von 2,7 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 25,8 Prozent entspricht, habe das Geschäftsfeld „herausragende Ergebnisse“ geliefert, so die DVAG. Der gesamte Investmentbestand habe mit 29,4 Milliarden Euro eine neue Rekordmarke erreicht.

Baufinanzierung wuchs um 11,5 Prozent

Auch vom Immobilienboom konnte der Konzern profitieren. Steigende Mieten und niedrige Zinsen für Kreditnehmer machten die Finanzierung von eigenem Wohnraum demnach zu einem vielversprechenden Segment, in dem sich das Unternehmen ausgesprochen positiv entwickelt habe. Das Neugeschäft bei der Baufinanzierung stieg laut Unternehmensangaben um 11,5 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro.

Und: Vor dem Hintergrund der sich ändernden Marktbedingungen und Kundenbedürfnisse seien auch fondsgebundene Lebensversicherungen als attraktive Lösungen sowohl zur Alters- als auch zur Hinterbliebenenvorsorge wahrgenommen worden. Demnach sei das Neugeschäft um 11,1 Prozent gewachsen – die Versicherungssumme stieg ohne den Komplex Berufsunfähigkeitsversicherung auf 16,6 Milliarden Euro.

Deutlicher Ausbau der Vermögensberater

Entsprechend baute das Unternehmen auch seine Vertriebsstruktur weiter aus: Zusätzlich zu der bereits 2018 abgeschlossenen Integration der ehemaligen Generali-Vermittler erhöhte sich die Anzahl hauptberuflicher Vermögensberater netto um 264 auf mehr als 17 000 – „entgegen dem negativen Markttrend“, wie die DVAG schreibt.

Chancen sieht das in Familienbesitz befindliche Unternehmen, das seit mehr als 40 Jahren im Geschäft ist, in der Digitalisierung. Man investiere bereits seit Jahren intensiv in die Entwicklung neuer Beratungsangebote und Vertriebsunterstützung. Ziel sei es, die Vermögensberater bestmöglich digital zu unterstützen, „damit sie sich voll und ganz auf ihre Kunden konzentrieren können. Im Mittelpunkt bleibt dabei die persönliche Beratung“, heißt es.

Nach eigenen Angaben betreut die DVAG mit mehr als 5 000 Direktionen und Geschäftsstellen rund acht Millionen Kunden.

Von Andreas Schmidt

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