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Marburg DVAG mit sechstem Rekordjahr in Folge
Marburg DVAG mit sechstem Rekordjahr in Folge
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08:58 31.03.2021
Andreas Pohl, Vorstandsvorsitzender der DVAG, kann mit der erneuten Rekordbilanz zufrieden sein.
Andreas Pohl, Vorstandsvorsitzender der DVAG, kann mit der erneuten Rekordbilanz zufrieden sein. Quelle: DVAG
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Marburg

Es ist ein erneutes Rekordjahr, das die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) verkündet: Der Umsatz wuchs vergangenes Jahr auf 1,98 Milliarden Euro – ein Plus von 5,9 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstag (30. März) mitteilte. Der Gesamtbestand der betreuten Verträge legte demnach um 4 Prozent zu und erreichte mit einem Gesamtvolumen von 222,8 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert. Entsprechend stieg auch der Gewinn: Er legte ebenfalls um 4 Prozentpunkte zu, stieg auf 211,8 Millionen Euro. Damit hat die DVAG das sechste Rekordjahr in Folge abgeschlossen.

„Dank unserer strategischen Investitionen in den vergangenen Jahren und vor allem durch den enormen Einsatz unserer Vermögensberaterinnen und Vermögensberater blicken wir auf ein erfolgreiches Jahr zurück“, bilanziert Vorstandsvorsitzender Andreas Pohl. Der Bedarf an Finanzberatung sei ungebrochen, „wenn nicht sogar so hoch wie nie zuvor“, so Pohl – auch und gerade in der Pandemie.

Gold in Krisenzeiten

Wachstumstreiber war das Investment: Während der gesamte Investmentbestand um 3,3 Prozent stieg und laut Bilanz mit 30,3 Milliarden Euro eine neue Rekordmarke erreichte, wuchs das Neugeschäft, also das Direktgeschäft, mit 2,3 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr gar um 55,2 Prozent.

Dass Gold in Krisenzeiten immer gefragt ist, zeigt sich ebenfalls im Geschäftsbericht der DVAG. Denn die Vermögensberater haben vergangenes Jahr Gold im Wert von 76,4 Millionen Euro vermittelt. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor waren es noch 47,9 Millionen gewesen – ein Zuwachs von 59,5 Prozent. Entsprechend habe sich der Bestand an gelagertem Gold im Hochsicherheitstresor beim Produktpartner Geiger Edelmetalle AG seit Mai 2018 bis zum Jahresende 2020 um 52,8 Prozent auf rund 2,4 Tonnen erhöht.

Gefragt waren auch weiterhin fondsgebundene Lebensversicherungen als beliebte Möglichkeit zur Alters- oder Hinterbliebenenvorsorge. Das Neugeschäft hat bei der DVAG in diesem Segment um 3,2 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro zugelegt, was den Bestand um 4,1 Prozent auf 166,1 Milliarden Euro wachsen ließ.

Erschwerte Bedingungen

Immobilien seien sowohl zur Eigennutzung als auch zur Kapitalanlage weiterhin gefragt – doch hätten auf dem Markt einerseits die steigenden Immobilienpreise eine Auswirkung, andererseits nehme auch die Unsicherheit aufgrund der Corona-Pandemie weiter zu. Erschwerte Bedingungen also. Gleichwohl sei es gelungen, den Bausparbestand mit 23,5 Milliarden Euro sowie das Neugeschäft mit 2,3 Milliarden Euro in diesem Segment auf dem hohen Niveau des Vorjahres zu stabilisieren. Um satte 10,2 Prozent gestiegen ist indes das Geschäft mit neu vermittelten Baufinanzierungen – auf 3,7 Milliarden Euro.

„Wir sind dieses Jahr trotz Abstandsregeln näher zusammengerückt. Gemeinsam sind wir vom Krisen- in den Kreativmodus gewechselt und haben gezeigt, dass unser Geschäftsmodell krisensicher ist und wir wirkungsvoll auf die sich ändernden Bedingungen reagieren können“, resümiert Andreas Pohl. „Wo andere sparen wie nie zuvor, investieren wir. Dieser Kurs hat in den vergangenen Jahren maßgeblich zu unserem Erfolg beigetragen und wir werden ihn 2021 beibehalten“, so Pohl.

Demnach habe die DVAG schon vor der Pandemie deutlich in eine digitale Infrastruktur investiert. Dadurch sei das Unternehmen in der Lage gewesen, direkt zu Beginn der Krise auf onlineunterstützte Beratung umzustellen und Kunden auch während der Kontaktbeschränkungen durchgängig zu beraten. Digitale Anwendungen wie die Möglichkeit der Fernunterschrift wurden schnell umgesetzt. Und: Wichtige Schulungen und Konferenzen seien als Onlineseminare abgehalten und neue Formate für Austausch und gegenseitiges Lernen geschaffen geworden. Alleine vergangenes Jahr habe die DVAG 80 Millionen Euro in die Weiterbildung investiert.

Welche Auswirkungen die Pandemie auf das aktuelle Geschäftsjahr haben werde, lasse sich laut Andreas Pohl aktuell noch nicht absehen. „Doch Maßnahmen wie unsere aktuelle Imageoffensive für den Vermögensberaterberuf und die starke Nachfrage von Kunden nach Beratung lassen mich mehr als zuversichtlich auf die kommenden Jahre blicken. Wir stehen erst am Anfang unserer Zukunft“, so Pohls Fazit.

8 Millionen Kunden

In mehr als 5 000 Direktionen und Geschäftsstellen betreuen laut eigenen Angaben gut 18 000 hauptberufliche Vermögensberaterinnen und Vermögensberater rund 8 Millionen Kunden. Die DVAG wurde 2020 zum zehnten Mal in Folge vom „Top Employers Institute“ zum Unternehmen mit den besten Karrierebedingungen in der Finanzbranche ausgezeichnet.

Von Andreas Schmidt