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Marburg Regierung warnt vor Reisen
Marburg Regierung warnt vor Reisen
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20:09 08.03.2020
Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ruft, Corona-Risikogebiete zu meiden. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Am Freitagnachmittag gab es laut Sozialministerium in Hessen 17 bestätigte Coronavirus-Fälle. Die neuesten Infektionen betreffen je eine Person im Rheingau-Taunus-Kreis, im Vogelsbergkreis, im Landkreis Gießen und im Hochtaunuskreis.
Im nordrhein-westfälischen Nachbarkreis Siegen-Wittgenstein ist eine Rettungswache geschlossen, weil eine Mitarbeiterin Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatte und Grippesymptome zeigt. Um einem Personalausfall bei Feuerwehren, Rettungsdienst und Notärzten vorzubeugen, empfiehlt der Landkreis Marburg-Biedenkopf, die Hauptversammlungen der Feuerwehren zu verschieben. Buchenaus Wehr ist diesem Vorschlag gefolgt.

Der Mangel an Atemschutzmasken hat Folgen für Patienten, die zwingend auf sie angewiesen sind. Dazu zählt eine 30-Jährige aus dem Ostkreis. Ihr Immunsystem ist wegen der Behandlung einer chronischen Erkrankung geschwächt. Sie benötigt Infusionen. Danach müsste sie in der Öffentlichkeit eine Schutzmaske tragen. Derzeit bekommt sie keine. Ihre Mutter hat erfolglos Apotheken aufgesucht und prangert Wucherangebote im Internet an.

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Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rief die Bürger auf, Corona-Risikogebiete zu meiden. Auf nicht notwendige Reisen in besonders betroffene Regionen in Italien, aber auch in Nordrhein-Westfalen sollte man verzichten, sagte Spahn am Rande der Treffen der EU-Gesundheitsminister in Brüssel.

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