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Marburg Verdachtsfälle im Landkreis
Marburg Verdachtsfälle im Landkreis
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17:17 03.03.2020
Das neue „blaue Gold“: Desinfektionsmittel wird knapp.  Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Aber: Es gibt drei begründete Verdachtsfälle und zehn Kontaktpersonen sind in Quarantäne. Das teilte das Gesundheitsamt am Dienstag auf OP-Anfrage mit.

Von den heimischen Verdachtsfällen befinden sich demnach aktuell zwei in stationärer und einer in ambulanter Behandlung. „Sie weisen entweder Symptome auf und hielten sich in einem Risikogebiet auf oder sie weisen Symptome auf und hatten Kontakt zu einem bestätigten oder wahrscheinlichen Infektionsfall“, heißt es auf OP-Anfrage.

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Fünf Kontaktpersonen gehören zur Kontakt-Kategorie 1 – sie hatten also engen Kontakt zu einer Person, bei der das Virus nachgewiesen wurde. Sie befinden sich in häuslicher Quarantäne und werden durch Spezialisten betreut. Fünf weitere Kontaktpersonen zählen zur Kontakt-Kategorie 2, hatte keinen engen Kontakt zu einem bestätigten Fall oder sind von einer Reise in ein Risikogebiet zurückgekehrt. Maßgabe der Behörden: Sie sollen sich möglichst zu Hause aufhalten und Kontakte zu anderen Menschen minimieren. Das Institut für Virologie an der Philipps-Universität Marburg testet unterdessen seit Tagen zahlreiche Proben von Kontaktpersonen von Verdachtsfällen – unter anderem aus Wetzlar, wo es bereits einen bestätigen Coronafall gibt.

Ärzte wie Dr. Ortwin Schuchardt aus Stadtallendorf warnen Verdachtsfälle davor, unangekündigt zu Hausärzten oder Kliniken zu gehen. So oder so beschäftigt das Virus viele Stadt- und Landkreis-Bewohner. Klar ist: Obwohl es rund um Marburg noch keine Infizierten gibt, schlägt Corona über andauernde Hamsterkäufe hinaus auf den Alltag durch.

Sportveranstaltungen wie Fußballspiele sollen zwar weiter stattfinden. Allerdings nur „bis auf Weiteres“ und es wird ab sofort auf den „Fairplay-Handshake“ zwischen Teams und Schiri verzichtet. Auch Kirchen und Kitas wappnen sich.

von Björn Wisker

 

Hintergrund

Hier geht's zum ausführlichen Bericht: So prägt Corona unseren Alltag

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