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Marburg Ärzte wappnen sich für Impf-Ansturm
Marburg Ärzte wappnen sich für Impf-Ansturm
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07:55 07.06.2021
Kinder ab 12 Jahren sollen sich in Deutschland vom 7. Juni an gegen Corona impfen lassen können. Foto: Sven Hoppe/dpa
Kinder ab 12 Jahren sollen sich in Deutschland vom 7. Juni an gegen Corona impfen lassen können. Quelle: Sven Hoppe/dpa
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Marburg

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mahnten die Menschen zur Geduld. In mehreren Bundesländern haben Menschen mit hohen Risiken auch nach der generellen Öffnung der Corona-Impfungen für alle vorerst weiter ausdrücklich Vorrang in Impfzentren.

Bei Jüngeren ist die Bereitschaft zur Corona-Impfung laut einer Umfrage hoch. „Nicht alle können gleichzeitig am Montag einen Termin bekommen“, sagte Spahn der „Bild am Sonntag“. KBV-Chef Andreas Gassen rechnet mit einem „Ansturm“ auf die Praxen. „Bitte haben Sie Geduld und bedrängen Sie nicht die Ärzte und Ärztinnen und deren Teams“, sagte er in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Die Realität sieht mitunter jetzt schon so aus, wie beispielsweise die Medizinische Fachangestellte Annette Becker aus einer Marburger Arztpraxis im Gespräch mit der OP berichtet: „Erklären sie mal Patienten, wie es zusammenpasst, dass Politiker den Impfstoff für alle freigeben, sie aber in der Praxis keinen impfen können, weil sie kaum Dosen bekommen.“ Geglaubt werde das mit dem Vor-Ort-Vakzin-Mangel immer seltener. Das Resultat: Pöbeleien in den Praxen.

Laut Prognosen der Hersteller sollen diese Woche fast 2,6 Millionen Dosen des Präparats von Biontech/Pfizer an die Praxen gehen. Dazu kommen gut 300.000 von Astrazeneca und 514.000 von Johnson & Johnson. Daneben sollen die Impfzentren 2,5 Millionen Dosen bekommen. Mehr als 6. 000 Betriebsärzte sollen zum gleichzeitig erfolgenden breiten Impfstart in den Betrieben 702.000 Impfstoff-Dosen bekommen.

Lesen Sie hier (kostenpflichtig), wie sich die Arzt-Praxen in Marburg auf den Ansturm vorbereitet haben: Wie Arztpraxen an der Impf-Front kämpfen

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