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Marburg Seit Sonntag 16 Neuinfektionen
Marburg Seit Sonntag 16 Neuinfektionen
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16:38 13.12.2021
Eine Fachkraft zeigt einen Abstrich für das Testverfahren auf das Corona-Virus. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Eine Fachkraft zeigt einen Abstrich für das Testverfahren auf das Corona-Virus. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
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Marburg

Wie die Kreispressestelle am Montag (13. Dezember) weiter mitteilt, liegt die durch das RKI ausgewiesene Hospitalisierungsinzidenz für Hessen  aktuell bei 4,1 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Derzeit werden weiter 18 Personen stationär im Krankenhaus behandelt. Davon benötigen neun Personen eine intensivmedizinische Betreuung (+1). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt weiterhin bei 305. Das Gesundheitsamt und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte betreuen aktuell 690 aktive Fälle. Die Zahl der genesenen Fälle hat sich um 18 auf 13.998 erhöht. Die vom Robert-Koch-Institut (RKI) angegebene Inzidenz für den Landkreis Marburg-Biedenkopf liegt derzeit bei 148,0.


  • Im Rahmen von Qualitätsprüfungen und Datenaktualisierungen des Gesundheitsamtes kann es vorkommen, dass bereits übermittelte Fälle im Nachhinein aktualisiert und korrigiert werden. Dadurch kann es zu Abweichungen bei der Differenz der im Vergleich zum Vortag gemeldeten Fälle kommen.

Eine Übersicht über die bisher geplanten Impfaktionen des Gesundheitsamtes mit mobilen Teams findet sich auf der Homepage des Kreises auf www.lkmb.de/impfaktion unter dem Stichwort „Impfaktionen: Termine“.

Impfangebot für Kinder

Nachdem die Europäischen Kommission nach Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) den Kinderimpfstoff des Unternehmens Biontech zugelassen hat, bereitet die Kreisverwaltung aktuell eigene Impfangebote für Kinder zwischen fünf und elf Jahren vor. Weitere Details werden zeitnah bekannt gegeben.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für Kinder mit besonderen Risikofaktoren für einen schweren Corona-Verlauf. Zu diesen Faktoren zählen insbesondere erhebliches Übergewicht, angeborene oder erworbene Immunschwäche, Herzfehler oder Lungenerkrankungen mit erheblich eingeschränkter Lungenfunktion. Auch schweres oder unkontrolliertes Asthma, chronische Nierenerkrankungen, chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen, schwere Diabetes und schwere Herzinsuffizienz gehören zu den Risikofaktoren. Eine pulmonale Hypertonie, Trisomie 21 sowie Tumorerkrankungen und maligne hämatologische Erkrankungen zählen ebenfalls zu den Risikofaktoren.

Zusätzlich wird die Impfung fünf- bis elfjährigen Kindern empfohlen, in deren Umfeld sich Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hohem Risiko für einen schweren Verlauf befinden, die selbst nicht geimpft werden können oder bei denen der begründete Verdacht besteht, dass die Impfung nicht zu einem ausreichenden Schutz führt. Diese Gruppen werden bei den Impfaktionen des Kreises vorrangig geimpft.

Kinder, die weder selbst zu einer Risikogruppe gehören noch Angehörige mit Risikofaktoren haben, können, solange genügend Impfstoff vorliegt, die Impfung ebenfalls in Anspruch nehmen. Voraussetzung hierfür ist die entsprechende Zustimmung der Erziehungsberechtigten nach einer ärztlichen Beratung.

Zwei Impfungen

Die STIKO empfiehlt eine Impfung im Abstand von drei bis sechs Wochen mit zwei Dosen des Biontech-Impfstoffs in der Dosierung für Kinder.

Fünf- bis elfjährige Kinder mit einer der oben genannten Vorerkrankungen, die bereits eine labordiagnostisch gesicherte Corona-Infektion durchgemacht haben, sollen eine Impfstoffdosis im Abstand von etwa sechs Monaten zur Infektion erhalten. Kinder ohne Vorerkrankungen, die bereits eine labordiagnostisch gesicherte Infektion durchgemacht haben, sollen nach Einschätzung der STIKO vorerst nicht geimpft werden.

Auffrischimpfungen 

Zudem weist der Landkreis darauf hin, dass Auffrischimpfungen durch die Impfunkte sowie die mobilen Teams ab Dienstag (14. Dezember) bereits nach fünf Monaten Abstand zur Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff möglich sind. Grund ist, dass die Impfstoffe jetzt in der notwendigen Menge zur Verfügung stehen. Menschen die mit dem Impfstoff von Johnson und Johnson geimpft wurden, können bereits nach vier Wochen „geboostert“ werden.