Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Marburg Erstmals „Delta-Variante“ nachgewiesen
Marburg Erstmals „Delta-Variante“ nachgewiesen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:18 17.06.2021
Ein Mitarbeiter eines Covid 19-Schnelltest-Zentrums  bearbeitet eine Probe für einen Schnelltest. Foto: Federico Gambarini/dpa
Ein Mitarbeiter eines Covid 19-Schnelltest-Zentrums  bearbeitet eine Probe für einen Schnelltest. Quelle: Federico Gambarini/dpa
Anzeige
Marburg

Derzeit werden fünf Betroffene stationär im Krankenhaus behandelt (-2). Laut Kreispressestelle benötigen davon drei Personen eine intensivmedizinische Behandlung (-1). Die vom Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag (17. Juni) angegebene Inzidenz für den Landkreis Marburg-Biedenkopf liegt derzeit bei 13,8. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt weiterhin bei 281.

Das Gesundheitsamt und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte betreuen aktuell 150 aktive Fälle (-5). Die Zahl der Genesenen ist um 16 auf 10.486 Fälle gestiegen.

Erstmals wurde nun auch im Landkreis Marburg-Biedenkopf die sogenannte Delta-Variante des Corona-Virus nachgewiesen. Betroffen sind vier Personen in familiärem Zusammenhang. Die Betroffenen sind häuslich isoliert und werden ambulant betreut. Das Gesundheitsamt ist derzeit mit der Ermittlung der Infektionsquelle und der Kontaktpersonen befasst. Folgefälle sind bisher nicht bekannt.

Die sogenannte Delta-Variante des Virus gilt als ansteckender als die bisherigen Virus-Varianten, verbreitet sich also leichter. Daher müssen auch vollständig geimpfte Personen und Personen, die als genesen gelten nach engem Kontakt zu einer infizierten Person in Quarantäne und getestet werden. Die Festlegung, wer als enge Kontaktperson gilt, trifft das Gesundheitsamt.

„Hier gilt es jetzt so früh wie möglich eine weitere Verbreitung dieser Virus-Variante einzudämmen. Deshalb sind die Abstands- und Hygieneregeln sowie das Tragen von Masken dort, wo Abstände nicht eingehalten werden können, nach wie vor sehr wichtig“, betonte Dr. Birgit Wollenberg, Leiterin des Gesundheitsamtes. Man dürfe jetzt nicht leichtsinnig werden und müsse trotz aller Erleichterungen weiterhin Vorsicht walten lassen. „Uns ist bewusst, dass das Tragen der Masken gerade bei diesem Wetter anstrengend ist. Die Masken sind aber gerade im Hinblick darauf, dass die Virus-Variante ansteckender ist, ein wichtiges Mittel.“

Im Landkreis Marburg-Biedenkopf wurden insgesamt bereits 121.329 Impfungen gegen Covid-19 durch das Impfzentrum durchgeführt: Davon entfallen 80.715 auf die Erstimpfung und 40.614 auf die Erst- und Zweitimpfung. Bezogen auf die Impfungen durch das Impfzentrum entspricht dies bei den Erstimpfungen einer Impfquote von 32,81 Prozent und bei den vollständig geimpften Personen einer Impfquote von 16,51 Prozent.



Betriebsärztliche Impfung

Das Regierungspräsidium Gießen erinnert in einer Pressemitteilung an Impfungen durch Betriebsärzte. Denn auch Arbeitgeber von "kleinen Betrieben" müssen nach Angaben des RP "ab dem ersten Beschäftigten – egal ob Vollzeitkraft oder Minijobber – eine betriebsärztliche Betreuung" für Beschäftigte sicherstellen. Grundlage dafür seien das Arbeitssicherheitsgesetz in Verbindung mit den Vorschriften der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen.  "In Kleinbetrieben wird dies im Regelfall durch das Beauftragen eines externen Betriebsarztes oder durch den Anschluss an einen betriebsärztlichen Dienst oder ein arbeitsmedizinisches Zentrum umgesetzt", teilt RP-Sprecher Oliver Keßler mit.
 Für Fragen zum Schutz von Beschäftigten während der Corona-Krise sowie zum Arbeits- und Gesundheitsschutz allgemein ist in Mittelhessen das Regierungspräsidium Gießen zuständig. Die Fachleute der Arbeitsschutz-Dezernate sind erreichbar, 0641/3030, oder per E-Mail an arbeitsschutz-giessen@rpgi.hessen.de.

Digitaler Impfpass

Wie das hessische Innenministerium am heutigen Donnerstag (17. Juni) mitgeteilt hat, übermitteln die Impfzentren nach der erfolgten Zweitimpfung die Daten der Geimpften an den hessischen IT-Dienstleister ekom21. Über eine "Batch-Lösung" erstelle der Dienstleister dann individuelle QR-Codes, welche nach erfolgter Zweitimpfung postialisch an die Geimpften übermittelt werden sollen. Dies gelte auch für die bereits durchgeführten Impfungen in Inmpfzentren. Weiter heißt es seitens des Ministeriums, dass Geimpfte ihren Nachweis in Apotheken oder Arztpraxen ausgestellt bekommen können. Zudem kündigte das Innenministerium an, dass es technisch ermöglicht wird, dass im Einzelfall auch vor Ort digitale Impfnachweise ausgestellt werden können.Menschen, die in Zukunft im Impfzentrum ihre Zweitimpfung erhalten, werden nach Angaben des Ministeriums ihren individuellen QR-Code "innerhalb von spätestens 14 Tagen per Post" erhalten. Sollte im Impfzentrum selbst ein QR-Code ausgestellt werden können, erhalten die Geimpfte ihren Ausdruck dort. Außerdem weist das Innenministerium darauf hin, dass auch der digitale Impfpass erst nach 14 Tagen - wenn die Immunisierung abgeschlossen ist - gültig ist.Zudem informiert das hessische Innenministerium, dass es sich beim digitalen Impfnachweis lediglich um ein "ergänzendes Angebot" handelt. Der bekannte gelbe Impfpass aus Papier behalte weiterhin - auch international - seine Gültigkeit. Weiter heißt es, der Impfausweis diene dazu, um von eventuellen Testpflichten oder Quarantänevorgaben befreit zu werden. Dies gelte allerdings erst zwei Wochen nach erfolgter Zweitimpfung.

17.06.2021
Marburg Gebäude ist bezugsbereit - Neuer Forschungsbau geht in Betrieb
17.06.2021
17.06.2021