Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Marburg Rätsel um Narkosemittel für Babys
Marburg Rätsel um Narkosemittel für Babys
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:02 01.03.2019
Die Angeklagte sitzt zwischen ihren beiden Verteidigern. Quelle: Nadine Weigel
Marburg

Das einem der drei am Marburger Uniklinikum vergifteten Frühchen verabreichte Narkosemittel Ketamin wird auf der Kinderklinik-Station normalerweise nicht verwendet. Das sagte der Chefarzt gestern am neunten Verhandlungstag in dem Mammut-Prozess am Marburger Landgericht aus. Dort muss sich eine Krankenschwester wegen Mordversuch verantworten (die OP berichtete). Laut des Mediziners sei es unklar, wieso das Mittel damals auf die Spezial-Station der Kinderklinik bestellt worden ist.

Damit verdichten sich die Anzeichen dafür, dass zumindest eine Vergiftung eines der beiden überlebenden Mädchens, der frühgeborenen Johanna im Februar 2016, geplant gewesen ist. Sie war das einzige Frühchen, dem neben dem Wirkstoff Midazolam auch das Mittel Ketamin verabreicht wurde, obwohl das medizinisch nicht vorgesehen war.

Einen ausführlichen Bericht zum Thema lesen Sie hier. (Artikel ist für OP-Abonnenten nach Anmeldung lesbar)