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Marburg Carsharing in Marburg wächst
Marburg Carsharing in Marburg wächst
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15:59 09.07.2020
Scouter hat sein Carsharing-Angebot in Marburg mit drei neuen Stationen erweitert. Quelle: Henrik Isenberg
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Marburg

Carsharing erfreut sich in Marburg weiter wachsender Beliebtheit. So stieg die Zahl der Carsharing-Nutzer in der Universitätsstadt beim heimischen Anbieter Scouter im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent auf 2.150.

Die Zahl der Fahrzeuge stieg im selben Zeitraum von 43 auf 52, die Zahl der Leihstationen von 24 auf 30, erläuterte Scouter-Geschäftsführer Thomas Großnann im Gespräch mit der OP.

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Nun hat das Unternehmen drei neue Carsharing-Stationen geschaffen: Im Stadtwald in der Jakob-Kaiser-Straße, in der Ketzerbach oberhalb von Tegut und im Nordviertel nahe des Jägertunnels.

Diese Station soll, so das Unternehmen, die jüngeren Wohnanlagen beidseits der Bahnstrecke in der Alten und in der Neuen Kasseler Straße an das Carsharing-Netz anbinden. Und die zusätzliche Station in der Ketzerbach erspart den Nutzern den Weg bis zur E-Kirche.

Neues Verkehrsschild hilft

Für Scouter-Geschäftsführer Tim Pfleiderer ist klar: „Je stärker verdichtet die Menschen wohnen, desto einfacher ist es, ein gutes Angebot zu schaffen.“ Eine Herausforderung sei es indes, die weniger zentral wohnenden Menschen zu versorgen. Daher tue man das Möglichste, „um ein flächendeckendes Stationsnetz zu schaffen“, so Pfleiderer. So sei man schon vor vielen Jahren mit Fahrzeugen nach Cappel und Wehrda gegangen und habe dieses Angebot auch über Durststrecken hinweg aufrechterhalten.

Die neuen Stationen weisen auch eine Besonderheit auf: Das Carsharing-Gesetz ermöglicht es, Leihstationen im öffentlichen Raum einzurichten – und von diesem rechtlichen Rahmen hat die Stadt nun Gebrauch gemacht. Dabei kommt ein neues Verkehrsschild zum Einsatz: Unter dem bekannten P-Schild ist das offizielle Symbol für Carsharing-Fahrzeuge zu sehen.

Sofern möglich, wird dieses Piktogramm auch auf dem Asphalt aufgebracht – um Falschparker fernzuhalten, was gut wirke, so die Scouter-Geschäftsführung. Großnann erläutert: „Unsere Stationen sichtbar zu machen ist ohne Hilfe der Stadt kaum zu schaffen und für die Entwicklung des Carsharing zentral.“ Denn nur wer sehe, dass es eine Alternative zum eigenen Auto gebe, werde diese auch berücksichtigen, wenn er oder sie die eigene Mobilität überdenke.

Von Andreas Schmidt