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Marburg Zwischenverpflegung in der Bibliothek
Marburg Zwischenverpflegung in der Bibliothek
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07:10 17.03.2018
Studentenwerks-Geschäftsführer Dr. Uwe Grebe (links) und Mensa-Chef Martin Baumgarten stehen vor der Ausgabetheke des neuen Cafés Colibri. Quelle: Felix Busjaeger
Marburg

Der Umzug vom alten „Silberwürfel“ in die neue Uni-Bibliothek (UB) bringt auch kulinarisch einige Veränderungen mit sich. Bisher gab es in der Uni-Bibliothek nur eine minimale Versorgung mit Essen und Trinken – also einen kleinen Snack-Automaten und die Möglichkeit zum Kauf von Frühstück im Mensa-Mobil. Doch das ändert sich jetzt: Im Erdgeschoss der neuen UB wird das Café Colibri eingerichtet, betrieben vom Marburger Studentenwerk. Der Name, der mit Hilfe eines Gewinnspiels gefunden wurde, hat auch den Bestandteil „Libri“ und erinnert somit an den lateinischen Begriff für Bücher.

Ziel der Studentenwerks-Verantwortlichen ist es hier, für die Bibliotheksnutzer sowie Studierende und Uni-Mitarbeiter aus den angrenzenden geisteswissenschaftlichen Instituten eine „Zwischenverpflegung“ anzubieten. Weil die Bibliothek öffentlich zugänglich sein wird, sollen dies aber auch Bibliotheksbesucher nutzen können, die nicht der Universität angehören.

Das Konzept lehnt sich an das der anderen Cafeterien des Studentenwerks wie des Bistro Leonardo im ­Uni-Hörsaalgebäude an. Das Angebot an Speisen soll von belegten Brötchen über selbstgemachte Quiche bis hin zu kleinen warmen Snacks 
wie beispielsweise Süßkartoffel-Pommes reichen, erklärt Mensa-Chef Martin Baumgarten im Gespräch mit der OP. Die Maxime soll aber lauten: Auf den Tisch kommt, was ankommt.

Warmes Mittagessen wird es aber nicht geben. Ausdrücklich soll der auch vom Studenten­werk betriebenen Mensa am ­Erlenring für das Mittagessen keine Konkurrenz gemacht werden. Darauf wies Studentenwerks-Geschäftsführer Dr. Uwe Grebe im Gespräch mit der OP hin. Das ist alleine schon mit dem Speisenangebot nicht möglich, denn in der Mensa werden täglich rund 3000 Mittagessen ausgegeben.

Café Colibri bietet 160 Plätze

Im Zuge der Neubau-Planungen für die Bibliothek und der Verlagerung der geistes- und ­sozialwissenschaftlichen Fakultäten von den Türmen an der Stadtautobahn war vor einigen Jahren sogar einmal der Umzug der Mensa in die Nähe des neuen Campus Firmanei ein Thema gewesen. Doch dieser Vorschlag wurde dann doch unter anderem aus Kostengründen schnell verworfen.

Und momentan hofft Studentenwerks-Chef Grebe sehr, dass die Verlagerung der Geistes- und Sozialwissenschaften in die Stadtmitte zu keinem Rückgang bei den Mensanutzungen führt. „Es sind auch nur zehn Minuten Fußweg von der neuen Uni-Bibliothek zur Mensa am Erlenring“, wirbt Grebe für den mittäglichen Besuch in der Mensa. Aber natürlich hoffen Grebe und Baumgarten auch auf ­guten Zuspruch in der neuen Cafeteria, die insgesamt 160 Plätze bieten wird.

Fast alle Mitarbeiter neu eingestellt

Noch sind Stühle und Tische nicht angeliefert, aber die Ausgabetheke steht schon. Neben dem Kernbereich soll ein kleiner Teil der Plätze auch in der verglasten Atriumhalle entstehen. Zudem werden einige Stühle und Tische fest im Freien installiert, und zwar an der Richtung Botanischer Garten weisenden Front Richtung Schäferbau. Die letzten Vorbereitungsarbeiten für die Aufnahme des Cafeteriabetriebs laufen auf Hochtouren. So wurden schon größtenteils die Gerätschaften für die Küche aufgebaut, wozu Kombi-Backöfen zum Aufbacken von Backwaren oder auch ­Spülgeräte ­gehören.

Fünf Mitarbeiter des Studentenwerks werden dort für den Alltagsbetrieb sorgen. Sie wurden größtenteils neu eingestellt. Die Leitung übernimmt Anette Korell, die eine erfahrene Fachkraft aus einem der Bistros des Studentenwerks ist.

von Manfred Hitzeroth